Start Welt Crowdfunding-Kampagne für Stormy Daniels sammelt 250.000 Dollar

Crowdfunding-Kampagne für Stormy Daniels sammelt 250.000 Dollar

stormy crowdfunding

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels hat bei einer Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung ihrer rechtlichen Auseinandersetzung mit Donald J. Trump bereits nach wenigen Tagen eine Viertel Million Dollar eingenommen. 

Kurz zuvor haben Trumps Anwälte angekündigt, Stormy Daniels auf 20 Millionen Dollar Schadensersatz verklagen zu wollen, da die Darstellerin aus Sicht des Präsidenten gegen eine Schweigevereinbarung verstoßen habe, bei der 130.000 Dollar an den Pornostar geflossen sind, um Stillschweigen über eine vermeintliche Affäre zwischen ihr und Trump zu bewahren.

Offenbar kann die Darstellerin aber mit breiter Unterstützung rechnen. Mehr als 8.000 Menschen haben für die Kampagne auf dem Portal CrowdJustice gespendet.

Daniels wird allerdings noch weitaus größere Summen benötigen, denn neben der potenziellen Schadensersatzsumme dürften ihr zusätzliche Anwaltskosten entstehen. Sie selbst reichte kürzlich Klage gegen den Präsidenten ein, um die Schweigevereinbarung im Nachhinein ungültig erklären zu lassen. Daniels argumentiert, dass die Vereinbarung nie gültig geworden sei, da Trump sie gar nicht unterzeichnet habe.

Der Konflikt steuert derzeit einem ersten Höhepunkt entgegen, denn die ganzen juristischen Scharmützel finden im Vorfeld der Ausstrahlung eines Interviews der Darstellerin mit der CBS-Sendung »60 Minutes« statt. Das bereits aufgezeichnete Interview soll am 25. März ausgestrahlt werden, und es wird davon ausgegangen, dass Daniels in dem Interview offen über Affäre sprechen wird. Sollte die Schweigevereinbarung gelten, würde sie diese also spätestens mit Ausstrahlung des Interviews brechen.

Daniels Anwalt sagte letzten Samstag auf MSNBC: »Ich bin sehr zuversichtlich, dass sobald [die amerikanische Bevölkerung] die Gelegenheit hat, die Angelegenheit von meiner Klientin selbst zu hören, wenn die Menschen ihre Körpersprache beobachten und hören können, was sie zu sagen hat, dass sie dann zu der Schlussfolgerung kommen werden, dass Daniels vollkommen glaubwürdig ist, die Bevölkerung wird erkennen, dass sie aufrichtig ist und man ihr glauben sollte.«

Die Angelegenheit entwickelt sich zu einer gigantischen Farce, die dem Spektakel um die damalige Affäre des US-Präsidenten Clinton mit seiner Praktikantin Monica Lewinsky in nichts mehr nachsteht. Fast fühlt man sich bemüßigt, Marx zu zitieren, der in seinem Buch »Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte« schrieb: »Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.«

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here