9 C
Berlin
Sonntag, September 23, 2018
Start Lovetoys Der erste Sexroboter, der Sex verweigern kann

Der erste Sexroboter, der Sex verweigern kann

samantha
Der Hersteller Synthea Amatus hat einen Sexroboter vorgestellt, der seinen Anwendern Sex verweigern kann. »Samantha« schaltet sich einfach ab, wenn sie zu aggressiv, zu wenig kreativ behandelt wird oder gelangweilt ist.
Dr. Sergi Santos ist Gründer von Synthea Amatus, einem Hersteller für Sexroboter mit bisher nie dagewesener künstlicher Intelligenz. Die neuste Generation seiner Sexpuppen soll nun die Möglichkeit haben, keine Lust zu haben oder auf schlechten oder aggressiven Sex mit Abschaltung zu reagieren. Santos präsentierte Samantha und ihre neuen Funktionen im Life Science Center im britischen Newcastle.

Kommt die AI der Puppe zu dem Schluss, dass sie aggressiv oder lieblos behandelt wird, fährt sie sich einfach herunter, was dazu führt, dass jedwede Interaktion der Puppe ausbleibt, die teuer erkauften Extras sind nicht mehr aktiv und vor dem Nutzer liegt eine normale Sexpuppe. Um festzustellen, ob ein Nutzer der Puppe aggressiv oder brutal vorgeht, sind Sensoren unter der Haut der Sexpuppe installiert, die laut Herstellerangaben feststellen können, ob Samantha schlecht behandelt wird.

Darüber hinaus soll die Puppe auch aus reiner Langeweile in den inaktiven Modus wechseln, so dass Eigentümer einer Samantha angeregt werden, ihre sexuellen Routinen regelmäßig zu überdenken und Abwechslung in den Sex mit dem Roboter zu bringen.

Kritiker werden dies wohl als Gamification von Consent/Zustimmung und als Banalisierung der Sexualität der Frau angreifen, doch birgt der Ansatz des Herstellers natürlich durchaus Potential, Nutzern des Sexroboters langfristig sexuelles Wissen zu vermitteln, das in »realen« Partnerschaften das Sexleben eines Paares bereichern könnte. Letztlich kommt es dabei natürlich auf die konkrete Ausführung an, inwieweit ein solcher Roboter tatsächlich zu einer Bereicherung menschlicher Sexualität beitragen kann.

Der Bedarf nach intelligenten Sexrobotern ist jedenfalls weitaus größer als man zunächst annehmen könnte. Laut einer Studie von Forktip können sich 71,3% der Männer und 49,6% der Frauen vorstellen, Sex mit einem Roboter den Vortritt vor dem eigenen Partner einzuräumen, wenn die Erfahrung, so die Voraussetzung der Fragestellung, besser wäre als Sex mit Menschen. Das ist ein erstaunlich deutliches Ergebnis und ein miserables Zeugnis für den Zustand menschlicher Sexualität, denn noch dürfte der allergrößte Teil der Menschen nicht mal eine konkrete Vorstellung haben, wie sich Sex mit zeitgenössischen Sexrobotern überhaupt anfühlt.

Laut Dr. Santos wird Samantha etwa $5.000 kosten und weitere Funktionen bieten. So soll Samantha Sex nicht nur eigenwillig verweigern, sondern auch selbst Sex initiieren können. Wenn der Algorithmus der Puppe zu dem Schluss kommt, dass das Gerät sexuell erregt ist, wird Samantha selbständig auf sich aufmerksam machen. Diese Funktion soll jedoch dezent umgesetzt werden und den Alltag der Nutzer nicht durcheinander wirbeln. Angeblich lernt Samanthas AI, in welchen Intervallen ein Nutzer sexuelle Aktivität bevorzugt.

Auf der Webseite des Unternehmens heißt es: »Sie wird sich auf Dich einstellen. Sie wird lernen, nicht ständig nach Dir zu rufen, aber sie wird von Zeit zu Zeit dezent fragen.«

Samantha soll also einen realistischen Partner möglichst störungsfrei simulieren. Dazu verfügt die Puppe neben der eingebauten AI über motorisierte Hände, Hüften und ein ebenfalls motorgesteuertes Gesicht. Sie kann Zärtlichkeiten flüstern und romantisch agieren. Daneben soll es Einstellungen geben wie »Family«, um normales Alltagsleben in einer Familie zu simulieren, aber auch »Extra Naughty«, falls der Nutzer es sexuell etwas wilder mag.

Wenn Sie mehr erfahren wollen, können Sie auf der Webseite von Synthea Amatus genaueres erfahren. Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Samantha.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here