Die Pornoindustrie bleibt auf Rekordkurs

Der Good Herald berichtet: »Dass Pornos beliebt sind, ist eine so originelle Beobachtung wie die Aussage, dass Kinder gerne Süßigkeiten mögen. Das gigantische Ausmaß der Beliebtheit ist jedoch in der Tat überraschend und noch überraschender ist, dass die Nachfrage sich in einem so starken Aufwärtstrend bewegt, dass sich sogar Brancheninsider die Augen reiben.

Die Entstehung des Internets ist sicherlich eine der wichtigsten Entwicklungen des 20. Jahrhunderts. Durch sie ist das Wissen der Welt nur noch einen Mausklick entfernt. Für die Pornobranche war die Wirkung des Internets daher gewiss »transformativ«. Zwar war Pornografie für die Größen der Branche immer schon ein äußerst lukratives Geschäft, doch die Breitenwirkung beschränkte sich in der Regel auf gedruckte Magazine, Peep Shows und XXX-Kinos mit Mitternachtsvorstellungen. Das Internet wurde für die Pornografie, was der iPod für die Musik war, lediglich in hundertfacher Verstärkung. Wenn die Statistiken stimmen, ist das Internet nur eine von vielen Methoden, mit denen die Menschen überall auf der Welt Pornografie konsumieren.

Pornofilme waren quasi mit der Erfindung der Filmkunst entstanden, nun aber war es möglich, die Filme auf den eigenen Rechner zu laden oder Pornos auf DVD zu kaufen, die jedweden Geschmack bedienten. Die Anzahl an Pornofilmen, die von Pornoproduzenten auf den Markt gebracht werden, ist wirklich erstaunlich. In einem guten Jahr produziert Hollywood etwa 500 Filme, die von etwa 2,8 Milliarden Menschen gesehen werden. Das ist recht beeindruckend, nicht wahr? Verglichen aber mit der Anzahl an Filmen, die die Pornobranche veröffentlicht und vermarktet, ist das eher gering. Noch vor wenigen Jahren wurden mehr als 11.000 Filme pro Jahr hergestellt, und während die Dreharbeiten für einen Pornofilm gewiss nicht die gleiche Vorbereitung benötigen wie eine Hochglanzproduktion aus Hollywood, so ist die schiere Anzahl an »Filmen nur für Erwachsene«, die Jahr für Jahr um Publikum buhlen, äußerst beeindruckend. 2005 war der Gesamtumsatz aller Hollywoodfilme etwas unter 8,6 Milliarden Dollar. Pornos haben im gleichen Zeitraum mehr als 8,6 Milliarden Dollar erlöst.

Wenn Sie nicht gerade ein Hotel der Mormonen betreten (also Marriott beispielsweise), ist die Chance recht hoch, dass Sie eine große Auswahl an Filmen zur Auswahl haben. Mehr als 55% der Pay-Per-View-Filme sind Pornos, und sie bringen dem Hotel mehr Umsatz als die absurd überteuerten Produkte in der Mini-Bar.

Die immense Popularität pornografischer Produkte lässt sich natürlich auch an den Suchanfragen in Suchmaschinen wie Google ablesen. Die mit Abstand am häufigsten gesuchten Begriffe in der Google-Suche sind Pornobegriffe. Mehr als 400 Internetnutzer suchen in jeder Sekunde nach verruchten Inhalten.

Da wir diesen Artikel mit der Bedeutung des Internets für die Erreichung des immensen Stellenwerts von Pornografie begonnen haben, scheint es nur sinnvoll, dass wir auch mit einem Aspekt des World Wide Web unsere Ausführungen schließen. Domainnamen sind nahezu so bedeutend wie das zugrunde liegende Geschäftsmodell eines Unternehmens. Das kann man auch an den Preisen ablesen, die manche Unternehmer und Firmen für Domainnamen bezahlt haben. Vielleicht denken Sie, dass Ikonen der Popkultur wie Pepsi, Coca-Cola und McDonald’s den höchsten Preis dafür gezahlt haben, um ihre Domainnamen zu sichern. Das aber ist falsch. Die fünf teuersten Domainnamen, die je den Besitzer gewechselt haben, sind Namen, die mit der Welt der Pornografie zusammenhängen. An der Spitze steht die Domain Sex.com, die für $14 Millionen gekauft wurde.
Wohin wird sich die Pornobranche weiterentwickeln? Wie es aussieht, wird sie über das Geld verfügen, um alles zu erkunden, was denkbar ist. Bleiben wir also dran.«

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