Erotik-Markt muss 6 seiner 14 Shops schliessen

von Isabel Strassheim - Die Zeit für Erotikläden an Autobahnen läuft ab. Der Internet-Handel mache auch Sexshops das Geschäft kaputt, sagt Gründer Patrik Stöckli.

erotik markt

Die Schweiz: Die Erotik-Markt-Kette beginnt mit ihrem Rückzug: Vergangene Woche und am heutigen Dienstag wurden 6 der 14 Shops dichtgemacht. «Dass wir schliessen müssen, hat nichts mit den Sexshops selbst zu tun», sagt Gründer Patrik Stöckli zu 20 Minuten. «Uns geht es wie den Mode- und Schuhläden.»

Der Internet-Handel mache dem klassischen Einzelhandel das Geschäft kaputt.

Die DVD-Verkäufe etwa seien komplett eingebrochen, so Stöckli. Für die noch verbleibenden 8 Läden in der Schweiz ist er wenig zuversichtlich: «Die neue Generation ist anders und kauft lieber übers Internet, und dort haben andere die Nase vorn.» Es sei nur eine Frage der Zeit, bis auch die momentan noch rentablen acht restlichen Standorte schliessen müssten.

Neues Projekt Swingerclub

«Wir hatten eine schöne Zeit», sagt Stöckli. Er hatte den ersten Erotik-Markt 1992 in Wollerau gegründet. Inzwischen ist er 60-jährig, und einen Nachfolger habe er auch nicht.

Stöckli will aber noch 5 Jahre bis zur Rente weitermachen, und zwar mit seinem Projekt Cruising World, einer Art von Swingerclubs. Die seien an die noch verbleibenden Erotik-Märkte angegliedert, hätten aber noch weiteres Ausbau-Potenzial.

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