Bei Sextoys sind die Deutschen konservativ

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Der große Sex Report des Flensburger Erotikhändlers Orion wurde Anfang Juli veröffentlicht. Nach der Befragung von über 13.000 Personen erlaubt der Bericht interessante Einblicke in das Sexleben der Deutschen.

Die Nutzung von Sextoys nimmt auch in Deutschland seit Jahren zu. Wenig überraschend ist, dass 50% der Befragten angaben, ein bis fünf Produkte aus diesem Bereich zu besitzen. Satte 23% besitzen eigenen Angaben zufolge 6-10 Sextoys. 10% gaben über 11 bis 20 Sextoys zu verfügen und 5% haben gleich eine riesige Sammlung von über 20 Sextoys. Lediglich 10% der Befragten gaben an, noch kein Sexspielzeug zu besitzen.

Den letzten Wert kann man sicher nur bedingt auf ganz Deutschland hochrechnen, schließlich wurde die Befragung durch einen Erotikhändler durchgeführt, der per Definition seltener mit Menschen in Kontakt kommt, die noch keinerlei Erfahrung mit Sextoys hatten, als es im Durchschnitt geben dürfte.

Der Vibrator regiert den Markt

Trotz der wachsenden Vielfalt im Angebot der Hersteller sind die Deutschen nach wie vor recht konservativ bei der Kaufentscheidung. Dies lässt auf wenig Experimentierfreudigkeit schließen oder auf einen noch immer nicht erschlossenen Markt.

75% der Befragten gaben an, einen Vibrator zu besitzen, auf Platz 2 folgt bereits mit deutlichem Abstand der Dildo. 54% der Umfrageteilnehmer besitzen einen. Auch der Penisring ist mit 50% noch häufig in deutschen Schlafzimmern vertreten. Liebeskugeln und Analtoys besitzen 43% respektive 36% der Befragten. Fetischtoys und Masturbatoren nennen weniger als 25% der Befragten ihr eigen. Die Prostata gehört nach wie vor zu den vernachlässigsten erogenen Zonen beim Mann. Nur 7% der Umfrageteilnehmer haben ein Toy zuhause, das die Prostata verwöhnt. Am unbeliebtesten sind Sexpuppen. Nur 2% gaben an, eine zu besitzen.

Wie oft wird masturbiert?

Zu den Fragen der Orion-Umfrage gehörten auch einige, die sich auf die Häufigkeit und Art der Masturbation konzentrieren. Dabei zeigt sich ein recht breit gefächertes Verhalten. Zwar gibt eine deutliche Mehrheit von 43% an, 3-5 mal pro Woche zu masturbieren, aber der Rest verteilt sich recht unterschiedlich: 20% machen es sich 1 mal pro Woche, 10% täglich, 6% mehrmals täglich, 13 % 2-3 Mal im Monat, 10% weniger als 1 Mal im Monat und 7% gaben an, sich überhaupt nicht selbstzubefriedigen.

58% bevorzugen bei der Masturbation die eigene Hand, dementsprechend machen es nur 42% lieber mit Sextoys. Ein Wert, der Luft für Wachstum in der Branche verheißen könnte. 34% der Befragten gaben an, Hand und Toys gern kombiniert zu benutzen und 33% machen es je nach Lust und Laune mal mit der Hand und mal mit einem Toy.

Online ist King

Orion wollte natürlich auch wissen, wo die Befragten bevorzugt ihre Sextoys kaufen. Wenig überraschend ist, dass die Privatheit des Onlinehandels in der Produktkategorie besonders beliebt ist. 86% der Befragten gaben an, Sextoys online zu kaufen. Immerhin 59% aber kaufen Sextoys auch im Laden. 10% waren Glückspilze, sie gaben an, Sextoys bisher vor allem geschenkt bekommen zu haben.

Eine der zentralen Fragen ist natürlich, inwiefern Handel und Hersteller Kunden zu Mehrfachkäufen gewinnen können. Sind die Deutschen mit einem einmal gekauften Toy zufrieden oder greifen sie einmal auf den Geschmack gekommen mehrfach zu? Laut Orions Umfrage kann sich die Branche Hoffnung machen, dass einmal gewonnene Kunden mehrfach zugreifen werden.

Zwar kaufen 23% der Befragten nur 1 Mal im Jahr ein Toy und fast ebenso viele gaben an, seltener als einmal jährlich ein Sexspielzeug zu erwerben. Knapp die Hälfte der Befragten kaufte aber alle sechs Monate oder häufiger. 7% Heavy User kauften monatlich neues Sexspielzeug und satte 8% gaben an, mehrmals im Monat neue Sextoys zu kaufen. Weitere 15% kauften quartalsweise neue Ergänzungen für ihre Sammlung.

Den vollständigen Bericht mit weiteren Ergebnissen und Schaubildern finden Sie hier.

 

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