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Teenager entwickeln Kondom, das Geschlechtskrankheiten entdecken kann

smart condoms change color
Britische Teenager haben die Idee zu einem Kondom entwickelt, das durch Farbwechsel anzeigen kann, ob Erreger bestimmter Geschlechtskrankheiten vorhanden sind. Dafür ist das Trio mit dem ersten Preis der Teen Tech Awards ausgezeichnet worden. Die Schüler der Isaac Newton Academy in London freuten sich über den Preis in der Kategorie »Health« und machen nun weltweit Schlagzeilen mit ihrem Konzept.
Wenn das Konzept der Jugendlichen namens S.T. Eye tatsächlich umgesetzt werden könnte, dürften Kondome bald nicht mehr nur vor Geschlechtskrankheiten schützen, sondern auch diagnostizieren und warnen. Den ein oder anderen Schock dürften die häufig ungeliebten Präservative aber ebenfalls auslösen. Schließlich soll das Kondom der Jugendforscher über verschiedene Farbänderungen nicht nur vor lebensgefährlichen Geschlechtskrankheiten, sondern auch vor Pilzerkrankungen warnen können.
Die drei cleveren Schüler aus Großbritannien heißen Daanyaal Ali, Muaz Nawaz und Chirag Shah und sind zwischen 13 und 14 Jahren alt. Die Idee der Londoner Schüler ist, Kondome mit Antikörpern zu beschichten, die auf bestimmte Viren und Bakterien reagieren. Sollten die Antikörper mit den Erregern in Kontakt kommen, würde sich das Kondom verfärben und so beide Partner darauf aufmerksam machen, dass zumindest für einen von beiden ein Arztbesuch notwendig ist. So könnte das Kondom beispielsweise grün leuchten, wenn es Chlamydien entdeckt, gelb, wenn Herpesviren ausfindig gemacht wurden oder in ein Blau wechseln, wenn Syphilis-Gefahr besteht.
In einem Interview mit MTV.com sagte Daanyaal Ali: »Wir haben S.T. Eye geschaffen, um eine neue Möglichkeit zu bieten, Geschlechtskrankheiten zu entdecken und damit der kommenden Generation zu helfen. Wir wollten etwas machen, das Geschlechtskrankheiten weniger gefährlich macht, sodass die Menschen sich sofort in der Privatsphäre ihres Zuhause mit dem Thema beschäftigen können und nicht zuerst durch die oftmals furchteinflößenden Prozeduren beim Arzt unterziehen müssen. Wir haben sichergestellt, dass die Anwender dann mit ruhigem Gewissen und verantwortlicher handeln können als zuvor.«

Inwiefern Kondomhersteller das Konzept der Jungen wirklich umsetzen können und wie sicher eine solche Schnelldiagnose wäre, ist unklar. Einstweilen können sich die drei Forscher aber über ihre Auszeichnung freuen.

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