Heiße Geisterspiele: Südkoreanischer Fußball vor Sexpuppen

Sexpuppe auf Tribünen

Auch der Fußball in Südkorea findet derzeit ohne Publikum statt. Um die sogenannten Geisterspiele etwas interessanter zu gestalten, ließ sich der FC Seoul eine Aktion einfallen, die dem Club im Nachhinein großen Ärger einhandelte. Statt jubelnder Zuschauer fanden sich auf der Tribüne zahlreiche Sexpuppen, die die Fußballer anfeuerten.

Während deutsche Fußballfans dieser Tage aufatmen und die ersten Spiele der deutschen Bundesliga als Geisterspiele vorm Bildschirm verfolgen, spielen auch die südkoreanischen Vereine der ersten Liga vor leeren Stadien.

Um der teils bedrückenden Stimmung verlassener Tribünen etwas entgegenzusetzen, ließ sich der FC Seoul etwas Besonderes einfallen. Im Spiel gegen Gwangju FC wollte man zumindest ein bisschen Zuschauerkulisse suggerieren und setzte dazu Sexpuppen ein. Der Klub versah die Puppen mit Fanschals, Vereinstrikots und Plakaten und setzte und stelle sie in Fan-Posen im ganzen Stadion verteilt auf.

Offenbar waren allerdings auch Markennamen von Sextoy-Herstellern, Sexshops und nicht jugendfreien Webseiten zu sehen, was dem Verein massive Proteste einbrachte.

Der Club gab sich geknickt und spricht auf seinen Social Media Profilen im Nachhinein sogar von einem »unentschuldbaren Fehler«. Der öffentliche Druck wurde so groß, dass sich der Verein sogar zu der etwas unglaubwürdigen Ausrede versteifte, man habe geglaubt, dass es sich um Schaufensterpuppen handelte. Außerdem habe man nicht alle Details bei der Vorbereitung auf das Spiel geprüft, weshalb es zu der Panne im ehemaligen WM-Stadion gekommen sei.

Die Schriftzüge will der Verein übersehen haben, sie seien so von den Herstellern ausgeliefert worden. Ob der Verein künftig nun wieder vor leeren Tribünen spielen wird oder eine andere Lösung im Sinn hat, ist unklar. Einstweilen jedenfalls freuen sich Sportfans weltweit vor allem über neue Live-Events.

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