We-Vibe App fliegt aus dem Google Play Store

wow tech we-connect play store

Die WOW Tech Group aus Berlin meldet, dass die hauseigene We-Connect App zur Steuerung des We-Vibes aus dem Play Store des US-amerikanischen Internetgiganten Google entfernt wurde. Grund sei, dass Google einen Verstoß gegen Nutzungsbedingungen festgestellt habe.

Nach Instagram, Patreon, Tumblr und zahlreichen anderen Onlinedienste scheint auch bei Google ein striktes Zensurprogramm aufgelegt zu werden. Neben dem iStore ist der Google Play Store der einzige Zugang zu den mobilen Geräten Milliarden von Menschen. Fliegt eine App aus beiden Marktplätzen, kann dies für den Hersteller der App zu einem existenziellen Problem werden.

Laut Angaben der WOW Tech Group unterstellt Google dem Unternehmen, gegen das Verbot von sexuell expliziten Inhalten auf der Plattform verstoßen zu haben. Dazu merkt We-Vibe an: »Auch wenn wir mit der Einschätzung von Google nicht übereinstimmen, arbeiten wir mit dem Unternehmen zusammen, um die We-Connect App so schnell wie möglich wieder im Sortiment des Google Play Stores zu haben.«

Zwar verbietet Google offiziell keine Apps für Sextoys, doch laufen die Hersteller ständig Gefahr in Wort oder Bildwahl gegen die häufig willkürlich ausgelegten, vielfach prüden Richtlinien der Tech-Konzerne zu verstoßen und von der Plattform ausgeschlossen zu werden. We-Vibe selbst vermutet, dass die App aufgrund einer Produktabbildung entfernt wurde.

Ein Sprecher von WOW Tech sagt dazu: »Wir haben das Bild entfernt und die App erneut zur Freigabe vorgelegt. Wir gehen davon aus, dass die We-Connect App in den nächsten 48 Stunden wieder im Google Play Store verfügbar ist. Sollte die App bis dahin nicht wieder freigegeben und verfügbar sein, werden wir eine alternative Option über unsere Webseite zur Verfügung stellen, um an die App zu kommen.«

Auch wenn das Problem schnell gelöst werden sollte, zeigt es einmal mehr, dass Silicon Valley unter der Trump-Regierung immer restriktiver und willkürlicher gegen Erwachseneninhalte vorgeht. Damit wird eine ganze Branche zum Spielball prüder Wertevorstellungen, die sich von einem zum anderen Tag ändern können.

Nimmt man die weltweit zunehmenden Zensurbestrebungen und das seltsame Vorgehen von Konzernen wie Samsung gegen Sex Tech Produkte hinzu, wird deutlich, dass der Erotikbranche aus vielerlei Richtung Gefahr droht. Wohin werden sich die 20er Jahre des 21. Jahrhunderts diesbezüglich entwickeln?

Wir würden uns über Ihre Meinung und eigene Erfahrungen mit Diskriminierung von Erwachsenen-Angeboten interessieren. Nutzen Sie dazu gern die Kommentarfunktion unter dem Artikel.

 

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