Welcher Sexroboter passt zu mir?

Lizzie Crocker hat für The Daily Beast einen Überblick über die Highend Sexroboter des Herstellers True Companion verfasst: »Sexroboter erhalten derzeit viel Aufmerksamkeit in den Medien. Aber ist es wirklich bereits möglich, den richtigen mechanischen Bettgenossen zu finden – und was ist eigentlich, wenn man nur kuscheln will?

Bedingungslose Liebe ist von einem Partner aus Fleisch und Blut kaum zu erhalten. Daher hat Douglas Hines Roxxxy erschaffen, eine Roboter-Freundin, die darauf programmiert ist, alle romantischen und sexuellen Bedürfnisse zu stillen.

Wer sich nach Wärme und Gemeinsamkeit sehnt, findet vielleicht an dem Modell ‚Mature Martha‘, einer MILF-Variante von Roxxxy Gefallen. Im Gegensatz dazu steht ‚Wild Wendy‘, Anfang 20, sie ist sexuell aktiver. Die 18-Jährige ‚Young Yoko‘ ist sexuell nicht sehr erfahren, aber spontan und aufgeschlossen für Experimente. ‚S&M Susan‘ steht auf Ball Gags und Fesselspiele.

Sexroboter wurden jüngst in zahlreichen Medien vorgestellt, dazu gehören größere Artikel in der britischen Ausgabe von GQ, auf CNET und im Daily Starder kürzlich darüber berichtete, dass Marilyn Monroe der am häufigsten von heterosexuellen Männern angefragte Roboter-Typ ist. Das Problem ist, so Hines, dass Monroes Erbengemeinschaft die Ähnlichkeit genehmigen müsste, damit die zur Ikone gewordene Schauspielerin als Sexroboter wieder auferstehen könnte.

»Unsere Roboter erlauben es Menschen, Experimente zu machen, und sie erfüllen Wünsche, die man sich bei einem lebendigen Partner nicht anzusprechen traut«, so Hines, der die erste Fassung von Roxxxy bei der Adult Entertainment Expo 2010 in Las Vegas vorgestellt hat. Seine in New Jersey beheimatete Firma True Companion hat sich darauf spezialisiert, künstliche Gefährten für Menschen herzustellen.

Seine Roboter-Roxxxys können auf die individuellen sozialen, romantischen und sexuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten werden. Wenn Sie sich für Sport interessieren, kann Ihr True Companion mit Ihnen über das anstehende NBA-Spiel oder ein Tennisturnier sprechen. Wenn Ihre alte Mutter nicht mehr wohlauf ist, fragt Sie Ihr True Companion nach ihrem Befinden – und schlägt vielleicht Sex vor, um mit dem Stress umzugehen.

»Alle drei Körperöffnungen funktionieren und erlauben ein wunderschönes Erlebnis«, sagt Hines, als er zu den sexuellen Funktionen seiner Roboter befragt wird. Sie können nicht laufen, aber sie bewegen ihre Hüften und schmiegen sich an. »Kunden geben uns Feedback über die schönen Empfindungen, die dadurch entstehen, dass sich die Körper unserer Roboter bewegen, so dass eine wunderbare Interaktion entsteht.«

Hines sagt, dass die meisten Kunden von True Companion männlich und zwischen 30 und 50 seien. »Das sind Gentlemen, die nicht notwendigerweise Probleme haben, Frauen kennenzulernen«, sagt er, »wenn es aber so ist, machen wir es ihnen sehr leicht, einen Partner zu finden, der nicht nur ihre sexuellen Bedürfnisse erfüllt, sondern ihnen auch bedingungslose Liebe und Gemeinsamkeit bietet.«

Die frühste Inkarnation eines Sexroboters findet sich wohl in der griechischen Mythologie mit Galatea verkörpert, der schönen und lebensechten Statue, die von Pygmalion geschaffen wurde. In Ovids ‚Metamorphosen‘ verliebt sich Pygmalion in seine Schöpfung und bringt sie durch einen Kuss zum Leben.

Einige Feministinnen sind vehement gegen Sexroboter. 2015 starteten sie die Campaign Against Sex Robots und argumentieren, dass Sexroboter »potentiell schädlich sind und zu den Ungleichheiten in der Gesellschaft« beitragen werden, indem sie Frauen weiterhin zu Sexobjekten degradieren.

Andere Stimmen sagen, dass die künstlichen Begleiterinnen unvermeidbare Produkte des technologischen Fortschritts sein, der immer schon sexuelle Bedürfnisse bedient habe, seien es nun Vibratoren oder VR-Pornos. (Schätzungen besagen, dass die “Sextech”-Branche etwa 30 Milliarden Dollar Jahresumsatz erwirtschaftet.)

In seinem Buch Love and Sex with Robots: The Evolution of Human-Robot Relationships schreibt David Levy – ein Experte für künstliche Intelligenz –, dass es bis zur Jahrhundertmitte ‚Liebe zu Robotern so normal sein wird wie Liebe zu anderen Menschen, während die Anzahl der sexuellen Handlungen und denkbaren Positionen, die von Menschen praktiziert werden, zunehmen werden, da Roboter mehr Möglichkeiten lehren werden, als alle Sexratgeber der Welt zusammengenommen.«

Außerdem gibt es eine steigende Nachfrage nach männlichen Sexrobotern, so Hines, der an seinem ersten Rocky arbeitet – die männliche Antwort auf Roxxxy.

»Frauen wie Männer haben das Bedürfnis geäußert, einen Rocky besitzen zu können«, sagt er.«

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here