Wellness-Startup Unbound erhält 2,7 Mio. Kapitalspritze

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Unbound, das Startup für sexuelle Gesundheit und Wellness hat in einer neuen Finanzierungsrunde 2,7 Millionen Dollar von Wagniskapitalgebern wie Arena, Founders Fund, Slow Ventures und SoGal Ventures eingenommen.

Das Sex-Tech-Startup Unbound nahm seinen Anfang als Verkäufer von Vibratoren und Gleitmitteln. Es wurde von einer der Gründerinnen von »Women of Sex Tech«, Polly Rodriguez gegründet. Inzwischen bietet das Unternehmen Gesundheitsprodukte, traditionelle individuelle Sextoys sowie einen vierteljährlichen Abo-Service für Lust- und Sexprodukte. Darüber hinaus hat das Unternehmen begonnen, eine eigene Sextoy-Reihe zu entwickeln und kündigte für 2018 eine neue Kampagne an: Das Jahr 2018 sei das »Year of the Bitch«. Langfristig will das Unternehmen den Verkauf von Produkten anderer Hersteller gänzlich aufgeben.

Rodriguez sagte im Interview mit TechCrunch: »Der Wechsel vom Verkauf von Produkten von Drittherstellern zum Handel mit überwiegend eigenen Produkten ist nicht immer ganz einfach. Idealerweise wird nächstes Jahr alles in-house hergestellt.«

Das Unternehmen hat gerade 2,7 Millionen Dollar an Wagniskapital einnehmen können. Rodriguez ist stolz und erleichtert: »Geld aufzutreiben, ist immer schwer, doch diesmal bedurfte es großen Durchhaltevermögens.« Bis zum Ende des Jahres schätzt das Unternehmen, die Umsatzgrenze von 2 Millionen Dollar zu überschreiten.

Doch für Rodriguez sind diese frühen Erfolge lediglich der Anfang. Sie will mit Unbound auch in den stationären Einzelhandel einsteigen und das Unternehmen auch bei Wellness und Gesundheit sehr nah an die Erfahrungswelt der Kunden bringen. Ihre Vision ist es, dass Frauen auch Mammogramme und andere traditionell eher als unangenehm eingestufte Prozeduren von Unbound erhalten. Sie sagt: »Weibliche Sexualgesundheit und Wellness kann etwas werden, das wir nicht mehr fürchten müssen.«

Die umtriebige Gründerin hat Unbound gegründet, nachdem sie eine Krebserkrankung überstanden hat. Das Gefühl von Machtlosigkeit, das sie bei ihrem Kampf mit der Krankheit erleben musste, hat in ihr den Willen bestärkt, so viel Kontrolle wie nur irgend möglich über ihren Körper und ihre Sexualität zu bekommen. Ihr Traum ist es, unangenehme körperliche Erfahrungen für Frauen so angenehm wie möglich zu machen. Folgerichtig hat sie auch ein umfassenderes Verständnis um das, was ihre Branche sein kann und sein sollte.

Ihrer Meinung nach nehmen »Menschen oft an, dass das Geschäft mit Produkten für Erwachsene immer nur das eine sei. Alles von Hardcore Pornografie bis zu einfachen Gleitmitteln. Was unser Unternehmen und auch Women in SexTech erreichen will, ist, dass es viel mehr Kategorien gibt. Und das hilft, die Stigmata und Tabus, die noch immer mit sexueller Gesundheit und Wellness zusammenhängen, abzubauen.«

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