Verwirrung um den KitKatClub – Schließung 2020?

Kitkatclub Berlin

Dem legendären Berliner KitKatClub droht das Aus. Mehrere Zeitungen berichteten, dass der beliebte und weltweit bekannte Fetisch-Club bereits im Sommer 2020 dicht machen muss. Grund sei, dass dem Hauptmieter der Location, dem Sage Club die Räumlichkeiten gekündigt wurden. Wenige Stunden später folgte ein wirres Dementi.

Am Donnerstagmorgen machten Berichte die Runde, dass der berühmt-berüchtigte KitKatClub aufgrund einer Mietkündigung im Sommer 2020 wohl würde schließen müssen. Das wäre das Aus für eine der bekanntesten Partylocations der Hauptstadt. Am Abend verdichten sich hingegen die Gerüchte, es ginge mit dem 1994 gegründeten Club möglicherweise doch weiter.

Zunächst berichtete der Spiegel über den von Simon Thaur und Kirsten Krüger gegründeten KitKat und dem die gleiche Location nutzenden Sage Club: »Den beiden Klubs seien die Räume gekündigt worden, hatte der Geschäftsführer der Clubcommission, Lukas Drevenstedt, der „Berliner Zeitung“ gesagt. Sie müssten vermutlich im Juni 2020 weichen.«

Ein großer Aufschrei ging durch die sozialen Medien, die Hauptstadt verliere ihre besondere Klubkultur und die Fetischszene einen der wohl liberalsten Orte. Während der Sage Club den Ort wochentags betreibt, ist das KitKat am Wochenende »the place to be« für Nachtschwärmer, Hedonisten, Fetischisten und Neugierige. Der Ruf der Stadt als freizügige Party-Hauptstadt Europas stand auf dem Spiel.

Wenige Stunden später hieß es dann auf SPON: »Nun gibt es neue Hoffnung für die beiden Diskos – wenn man auf den Hausverwalter des Grundstücks hört: Man befände sich in Verhandlungen mit den Betreibern des KitKats, um einen Mietvertrag fortzuführen, teilte Hausverwalter Henry Neil Howe am Nachmittag mit.«

Die Immobilienverwaltung bestritt sogar, dass es überhaupt eine Auseinandersetzung um den Mietvertrag gäbe. Offenbar geht es um den Sage Club als Hauptmieter, nicht um den Ort als Partylocation oder den KitKat Club als Nebenmieter. Laut Spiegel sagte der Verwalter: »Der Eigentümer steht nunmehr in Verhandlungen mit den Betreibern des KitKat Klubs selbst, um den Mietvertrag mit ihnen als Hauptmieter fortzuführen, damit die Szene erhalten bleiben kann.«

Dem aber widerspricht nun der Betreiber des Sage Clubs. Er wisse überhaupt nichts von Verhandlungen, ihm sei lediglich gekündigt worden. Dass der KitKatClub nun Hauptmieter werden könnte, sei ihm neu. Tendenziell spreche aber nichts gegen eine Fortführung beider Clubs am gewohnten Ort. Unklar ist nun, ob der Eigentümer des Geländes lediglich eine rasche PR-Antwort auf den Entrüstungssturm finden musste, schließlich haben es Vermieter in Berlin derzeit nicht leicht und geraten rasch ins Visier von Bürgerprotesten.

Neben dem Sage Club und dem KitKat ist auch die Clubcommission Untermieter und somit von der bisherigen Kündigung ebenfalls betroffen. Die Clubs mutmaßen nun, dass der Besitzer des Geländes eigentlich die Clubs insgesamt vertreiben und das Objekt anderweitig entwickeln und vermieten will.

Im Gespräch mit Spiegel entgegnet die Hausverwaltung jedoch: »Es gibt keine Verkaufssituation, widersprach daraufhin Hausverwalter Howe, vom SPIEGEL mit den Vorwürfen konfrontiert. Man wolle kein Ende der Klubkultur auf dem Areal herbeiführen.«

Den Webauftritt des KitKatClubs finden Sie hier. Weitere Informationen zum Sage Club finden Sie hier.

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