»Fuck Him« Stormy Daniels kalte Reaktion auf Avenattis Verhaftung

Michael Avenatti und Stormy Daniels

Tiefer kann man kaum stürzen: Michael Avenatti, Stormy Daniels PR-begabter Anwalt, war auf dem Höhepunkt seiner Medienpräsenz im Gespräch für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Nun sitzt er im Gefängnis. Und seine ehemalige Klientin findet: Da gehört er auch hin.

Der medienversierte Anwalt hat Stormy Daniels mehrere Monate lang vertreten, als die Pornodarstellerin versuchte, ihre Schweigevereinbarung mit dem derzeitigen US-Präsidenten Donald J. Trump über eine angebliche Affäre der beiden ein Jahrzehnt zuvor aufzuheben. Der weltweit medial weit diskutierte Skandal hatte zeitweise an der umstrittenen Präsidentschaft Trumps gerüttelt. Fast wäre der mächtigste Mann der Welt über die Vertuschung seines Techtelmechtels gestürzt. Alle Prozesse jedoch gingen zu Ungunsten des Pornostars Stormy Daniels aus, die 2018 auch die VENUS Berlin besucht hat.

Die Kooperation zwischen Daniels und ihrem Anwalt schien zunächst wie ein Dream Team. Mit einer globalen Medienkampagne hielt Avenatti seine Klientin und ihre Vorwürfe monatelang in den Medien. Offenbar jedoch veruntreute der Anwalt Gelder, die bei Spendenkampagnen für Daniels und aus einem Buchvertrag für die Darstellerin eigentlich an Stormy Daniels hätten gehen müssen. So äußert sich zumindest seine ehemalige Klientin, die inzwischen von einem anderen Anwalt vertreten wird.

Avenatti war aufgrund drei unterschiedlicher finanzieller Vergehen angeklagt worden und gegen Kaution während der Prozessvorbereitung auf freiem Fuß. Laut CNBC ist die Kautionsvereinbarung nun hinfällig geworden und der ehemalige Staranwalt verhaftet worden.

Zum einen soll Avenatti seine ehemalige Klientin um mindestens 300.000 Dollar aus einem Buchvertrag für die Biografie »Full Disclosure«, die Daniels 2018 auf der VENUS Berlin vorstellte, betrogen haben. Zum anderen aber wirft die Staatsanwaltschaft Avenatti auch Bankbetrug, Steuerbertrug und Geldwäsche vor.

Es ist nicht das erste Mal, das Avenatti die Luft hinter Gittern atmen muss. Aufgrund der Vorwürfe einer Ex-Freundin, dass er Gewalt gegen sie angewendet habe, wurde er bereits 2019 kurzzeitig in Gewahrsam genommen, konnte aber mithilfe seiner Ex-Frau und viel Publicity-Arbeit Zweifel an seiner Haltung gegenüber Frauen ausräumen.

Dann geriet der zwielichtige Anwalt in die Kritik, weil er eine fragwürdige Klientin vertrat, die dem von Trump für den obersten Gerichtshof der USA nominierten Bret Kavanaugh sexuellen Missbrauch vorwarf. Im Gegensatz zu den Vorwürfen anderer Frauen schien seine Klientin wenig vertrauenswürdig und schadete dem Versuch der Demokraten, die Berufung des erzkonservativen Richters am Supreme Court zu verhindern.

Schließlich geriet Avenatti 2019 auch deshalb in die Kritik, weil er dem Sportartikel-Konzern Nike mit einer Massenklage gedroht und ihn laut Unternehmensaussagen erpresst habe. In Kalifornien gibt es nun Bestrebungen, ihm die Ausübung seines Berufs zu untersagen. Die zuständige Anwaltskammer war letzte Woche zusammengetreten, um über seine Zukunft als Anwalt zu entscheiden. Noch während die Anhörung lief, wurde Avenatti jedoch in Gewahrsam genommen.

Auch Stormy Daniels scheint dieser Tage kein gutes Wort für ihren ehemaligen Anwalt übrig zu haben. Als einige Twitter-Nutzer versuchten, Avenatti zu verteidigen, mischte sie sich in die Diskussion ein und wich von ihren sonst eher diplomatischen Kommentaren über ihren ehemaligen Anwalt ab.

»Hat man ihn gezwungen, meinen Namen zu fälschen, mein Geld zu klauen und mich anzulügen? Scheiß auf den Typen!«

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