Findom Domina gewinnt Prozess gegen Kunden

lady justice

Eine Findom-Spezialistin aus Florida hat einen Gerichtsprozess gegen einen ehemaligen Kunden gewonnen und damit einige rechtliche Schwierigkeiten des boomenden Nischenfetischs gerichtlich für sich klären können.  Ihr Kunde wollte 500.000 Dollar zurückfordern und behauptete, dass die Domina widerrechtlich in den Besitz seines Hauses gekommen sei. 

In einer möglicherweise wegweisenden Entscheidung hat ein Gericht in Florida einen langjährigen Rechtstreit zwischen einer Findom-Domina namens Goddess Jude und ihrem ehemaligen Kunden Alex Abrams beendet. Abrams hat die Domina auf Rückzahlung seiner geleisteten Zahlungen verklagt. Das Gericht hat die Klage vollumfänglich abgewiesen. Ein weiterer Gerichtstermin wird nun festgelegt, um zu entscheiden, ob Abrams auch für die angefallenen Anwaltskosten der Domina aufkommen muss.

Der Kunde behauptet, dass die Findom-Domina letztlich Diebstahl begangen habe und beschuldigt die Domina, ihn misshandelt zu haben und seine Hilflosigkeit als über 60-Jähriger ausgenutzt zu haben. Die Domina entgegnete, dass beide Parteien die 4 Jahre währende Beziehung freiwillig eingegangen seien und dass das Geld und andere Geschenke in dieser Zeit ebenfalls freiwillig ausgetauscht wurden und somit nicht illegal seien.

Der inzwischen 70-jährige Kunde traf Goddess Jude das erste Mal, kurz nachdem er sich hatte scheiden lassen. Dabei gab Goddess Jude ihm sofort zu verstehen, dass er sie zu bezahlen habe, dass er ihr »Zahlsklave« sei und dass sie erwarte, dass er ihr Tribute zahle. Mehrere Jahre lang kam Abrams dem glücklich und zufrieden nach. Er gab Goddess Jude Kontrolle über seine Kreditkartenkonten und übertrug ihr ein Townhouse im Wert von 100.000 Dollar.

In dem Gerichtsprozess versuchte Abrams sein Geld und das Haus wiederzuerlangen, indem er behauptete, sich umentschieden zu haben und außerdem an Demenz zu leiden. Die Entscheidung des Gerichts beendet nun jahrelange Unsicherheit für Goddess Jude. Neben den finanziellen Sorgen wurde die Darstellerin unfreiwillig ins Licht der Öffentlichkeit gezogen, wobei ihre Identität öffentlich wurde und ihre Arbeit auch Nachbarn und Familienmitgliedern bekannt wurde. Über sie wurde im Fernsehen berichtet und ihre Nachbarn beschwerten sich darüber, dass sie in einem Wohngebiet ohne Genehmigung als Domina arbeitete.

In einem Interview mit dem Branchenmagazin XBIZ sagt Goddess Jude: »Ich muss mit ansehen, wie darüber auf Channel 6 berichtet wurde, und das haben auch meine Freunde, Arbeitskollegen und Angehörigen mitbekommen, die nicht wussten, dass ich als Domina arbeitete. Ich war schockiert. Nachdem ich meinen Job verloren hatte, war ich am Boden zerstört. Als ich auch noch mein Haus verlor, bin ich erstarrt. Über 100 Artikel sind weltweit über mich erschienen, es gab Interviewanfragen von Radiosendern und sogar von Nancy Grace auf CNN. Ich habe das alles abgelehnt, weil ich fürchtete, dass die mich fertig machen.«

Es bedeutet ihr also viel, dass das Gericht schließlich zu ihren Gunsten entschieden hat. Sie sagt: »Alex wusste sehr genau, was er tat, und ich habe nie auch nur einen Cent von ihm gestohlen. Ich sagte ihm, dass er, wenn er einen Gerichtsprozess anstrengt, sich selbst und seine Familie an die Öffentlichkeit zerre. Das war es vermutlich, was seinen Rechtsbeistand dazu gebracht hat, zu behaupten, dass ich gedroht habe, alles seiner Familie und Freunden zu verraten.«

Doch auch, wenn sie nun schließlich den Prozess für sich entscheiden konnte, ist Goddess Jude nun weitaus vorsichtiger im Umgang mit ihren Kunden. In Bezug auf Findom sagt sie, dass die Risiken es nicht wert seien. Sie sagt: »Ich würde also sagen, dass ich das nicht nochmal machen würde. Nachdem ich oft in den Medien gewesen bin, gab es viele Typen, die mir Geld und Besitz übertragen wollten. Nein, danke, sage ich da. Doch für jene, die unerfahren sind und gerade anfangen, als professionelle Domina aktiv zu werden, insbesondere für Findom-Dominas habe ich den Rat, dass sie lernen müssen, ihren Sklaven einzuschätzen, viel Rat bei erfahrenen Mentorinnen suchen sollten. Außerdem sollte man seine Nachbarschaft kennen, Sicherheitskurse belegen und einen guten Anwalt haben.«

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