Trumps Abtreibungspolitik: Dame Products protestiert in der New York Times

pro abortion demonstration

Das Sextech-Startup Dame Products stürzt sich in den heftigen Kampf um die aktuell in mehreren Staaten der USA verabschiedeten Anti-Abtreibungsgesetze. Das Unternehmen nahm an einer teuren ganzseitigen Anzeige in der New York Times teil, in der es die erzkonservativen Bestrebungen kritisierte, das Recht auf Abtreibung auszhöhlen.

Ein jahrzehntelanger, längst juristisch geklärter Konflikt kehrt zurück auf die Tagesordnung. Die USA sind in Bezug auf das Recht auf Abtreibung tief gespalten. Seitdem der Supreme Court in dem bahnbrechenden Prozess Roe vs. Wade entschieden hat, dass das Recht auf Abtreibung durch das Recht auf körperliche Selbstbestimmung durch die Verfassung gedeckt ist, versuchen religiöse und rechtsgerichtete Gruppen, das Urteil umzukehren, indem sie eine konservative Mehrheit am höchsten Gericht des Landes etablieren. Letztes Jahr haben sie genau das erreicht. Donald J. Trump installierte zwei neue Richter am Obersten Gerichtshof und die konservativen Stimmen sind am vielleicht einflussreichsten Gericht der Welt nun in der Mehrheit.

Deshalb dachten mehrere republikanisch dominierte Bundesstaaten, es sei der perfekte Zeitpunkt, um zu versuchen, gegen Abtreibungsrechte vorzugehen. Die neuen Gesetze in Georgia, Alabama und Ohio sind nur die extremsten Fälle einer Welle von Gesetzesangriffen gegen das Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Progressive, Demokraten und eine Mehrheit der Frauen sind beunruhigt. In den USA könnte Abtreibung wieder illegal werden.

US-amerikanische Unternehmen wenden sich gegen Trumps sozial-konservativen Kurs

Aus diesem Grund haben sich mehrere Unternehmen entschieden, eine klare Position gegen den aktuellen Trend zu Anti-Abtreibungsgesetzgebungen in den gesamten Vereinigten Staaten einzunehmen. Nach zunehmenden Protesten von Prominenten und Hollywoodstars entschied sich Dame Products für eine Großanzeige in der New York Times, die die das Recht auf körperliche Selbstbestimmung und die Pro-Choice-Bewegung unterstützt. Neben fünf weiteren von Frauen geführten Unternehmen verliehen die Gründerinnen von Dame, Alexandra Fine und Janes Lieberman, ihrer Stimme Gehör und gaben viel Geld dafür aus.

Abtreibung als Menschenrecht

Vertreter der Unternehmen Cora, Clary Collection, Fur, Look, Sustain Natural und Thinx unterschrieben einen offenen Brief, der in großer Fettschrift die folgende Botschaft enthält: »Abtreibung ist: ein Menschenrecht, ein Verfassungsrecht, eine persönliche Entscheidung, Gesundheitsversorgung, Lebensrettung, genetische Gleichstellung, Besitz des eigenen Körpers, keine Zeit und steht nicht zur Diskussion.«

Der Brief fordert auch andere Unternehmen und Organisationen auf, gegen jede Bedrohung der Entscheidung im Fall Roe vs. Wade zu protestieren. Darin heißt es: »Heute erklären wir laut und deutlich, dass wir bei der Verteidigung der grundlegenden Menschenrechte nicht schweigen werden, und wir fordern unsere Kollegen in der Wirtschaft auf, dasselbe zu tun. Jetzt ist es an der Zeit, sich zu äußern. Gemeinsam können wir diese verfassungswidrigen Angriffe auf unsere Rechte bekämpfen.«

View image on TwitterDame Mitgründerin arbeitete für Planned Parenthood

In einem Interview mit Inc.com sprach Alexandra Fina über ihre persönliche Motivation, ihren Standpunkt zu Gehör zu bringen: »Ich habe bei Planned Parenthood gearbeitet – es ist nie eine einfache Entscheidung. Ich habe die Frauen während ihrer Eingriffe die Hände gehalten. Ich weiß, wie schwer ihre Entscheidungen und wie wichtig die Sicherheit ist, die wir ihnen an einem ihrer dunkelsten Tage geboten haben.«

Sie hofft, dass andere Unternehmen der Kernbotschaft des Briefes folgen. In kämpferischen Ton fügte sie hinzu: »Wir sind die Zukunft und wir werden für das Wohlergehen der Frauen kämpfen.«

Auf Twitter versucht die Kampagne, mit den Hashtags #stopthebans und #mybodymybusiness Dampf zu machen. Dame Products nutzte seinen Twitter-Account, um den offenen Brief an die Öffentlichkeit zu bringen:

 

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