HIV-Fall in europäischer Pornobranche: Produktionsstopp

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Dan Leal, Produzent und Geschäftsführer von Immoral Productions, hat im Namen mehrerer europäischer Agenturen, Produzenten und Darsteller eine Erklärung zu einem kürzlich bestätigten positiven HIV-Test in Spanien und einem sich daraus ergebenden Produktionsstopp für Pornoproduktionen in Europa veröffentlicht.

Leal forderte nach Bekanntwerden eines positiven HIV-Tests einen europaweiten Produktionsstopp, den auch die Free Speech Coalition aus den USA einfordert.

Wie schon 2004, 2011, 2012 und 2014 in den USA soll mit einem Produktionsstopp das Risiko weiterer Infektionen verhindert werden. Alle Personen, die in den letzten 60 Tagen mit dem betroffenen Darsteller zusammengearbeitet haben, sind bereits verständigt und wurden dazu aufgefordert, sich schnellstmöglich einem neuen Test zu unterziehen.

Dies ist vollständige Erklärung des Zusammenschlusses europäischer Branchenvertreter:

Am Morgen des 14. Februar wurden wir durch mehrere Personen über einen positiven HIV-Test in einem der Labore informiert und haben daraufhin rasch gehandelt. Alle Produktionen wurden sofort ausgesetzt. Am Nachmittag wurde der betroffenen Person [Patient Zero] bestätigt, dass sie HIV-positiv ist.

Da Darsteller durch ganz Europa reisen, informierte Patient Zero alle Agenturen in Europa, mit denen er in der Zeit zwischen dem letzten negativen Test und dem positiven Test gearbeitet hat. Diese Liste umfasste insgesamt neun Darsteller. Durch die rasche, gute Arbeit von JulModels, Euromodels, White Models, United Modeling, Model Mania, Sandy’s Models, Brill Babes, Nikki’s Models und anderen wurden alle neun Personen noch in der Nacht des 14. Februars kontaktiert.

Ankündigungen über einen Produktionsstopp in ganz Europa, bis diese Situation unter Kontrolle ist, wurden in den Branchenportalen, Online-Magazinen und Plattformen sowie auf allen wichtigen Social-Networking-Sites verbreitet. Viel mehr Darsteller und Unternehmen, als man hier auflisten könnte, haben mit ihrer harten Arbeit und prompten Reaktion dazu beigetragen, die Nachricht rechtzeitig zu verbreiten.

In der Nacht des 15. Februar wurde in Budapest ein Treffen zur Abstimmung über die beste Vorgehensweise in dieser sehr schwierigen Situation einberufen. Vor diesem Vorfall haben die meisten Unternehmen in Europa Tests durchgeführt, die normalerweise auf dem ELISA-Nachweis für HIV basieren. Dieser hat ein Erkennungsfenster von 45 bis 60 Tagen. Der Test war in Teilen Europas bis zu einem Monat gültig. Es wurde beschlossen, dass die Produzenten und Darsteller in Ungarn in Zukunft nur noch PCR/RNA-Tests für HIV akzeptieren würden, ein Verfahren, das in einem deutlich kürzeren Zeitrahmen von 7 bis 10 Tagen Ergebnisse liefert. Die Tests werden nun alle 14 Tage durchgeführt. Darsteller ungarischer Agenturen werden nur noch mit Produktionsunternehmen in Europa zusammenarbeiten, die sich ebenfalls an diese Richtlinien halten.

Außerdem akzeptieren alle Produktionsfirmen nur Tests, die nach dem 18. Februar gemacht wurden. So müssen sich alle Mitwirkende mit PCR/RNA erneut testen lassen, bevor sie wieder an Dreharbeiten teilnehmen können.

Darüber hinaus setzt sich die ungarische Studiolandschaft dafür ein, die Pornobranche zu einem sichereren und besseren Ort zu machen. Wir werden wo immer notwendig kooperieren, um noch fortschrittlichere und bessere Testpraktiken und -richtlinien einzuführen sowie die gesamte Branche in anderen Teilen Europas dazu ermutigen,  zweiwöchentlich stattfindende PCR/RNA-Tests durchzuführen.

Es sei darauf hingewiesen, dass dies der erste HIV-bedingte Produktionsstopp der Pornobranche in Europa ist und hoffentlich mit Hilfe der neuen Testmaßnahmen der letzte sein wird.

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