Pineapple Support bietet seit einem Jahr psychologische Hilfe

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Der Branchenverband Pineapple Support feiert einjähriges Bestehen. Die Selbsthilfegruppe bietet Beratung und Unterstützung für Darsteller und Künstler der Branche, die psychologische Hilfe in Anspruch nehmen möchten.

Pineapple Support zieht nach einem Jahr eine erste Bilanz und zeigt sich zufrieden. Der Verband, der im April 2018 aus der Taufe gehoben wurde, ist rasch gewachsen und konnte zahlreiche Studios und Produktionsunternehmen als Partner gewinnen.

Seit seiner Gründung hat der Verband nahezu 130 Darsteller an psychologische Beratungsstellen vermitteln können. 40 Darsteller erhielten über die Organisation kostenlose oder bezuschusste Therapien. Auch die Telefonseelsorge wurde stark in Anspruch genommen.

Dringend benötigt: Professionelle psychologische Hilfe

Leya Tanit ist Gründerin und Vorsitzende von Pineapple Support. Sie sagt: »Pineapple Support entstand aus dem dringenden Bedürfnis, Erotikdarstellern den Zugang zu vorurteilsloser und Sexarbeit positiv gesinnter psychologischer Hilfe bieten zu können. Wir sind dankbar, dass so viele Menschen zusammen daran gewirkt haben, eine wertvolle Einrichtung für Mitglieder der Branche zu schaffen.«

Tanit, die selbst als Darstellerin aktiv ist, hatte Pineapple Support gegründet, nachdem letztes Jahr mehrfach Todesfälle bekannt wurden, bei denen Darstellern zuvor mit psychischen Problemen zu kämpfen hatten.

Breite Unterstützung in der Branche: Budget noch niedrig

Insgesamt verfügte die Organisation in ihrem ersten Jahr über weniger als 100.000 Dollar Budget, konnte aber 29 Therapeuten für die Zusammenarbeit gewinnen. 1250 waren kontaktiert worden. 133 Freiwillige wurden ausgebildet. Pineapple Support flaggte auf insgesamt 11 Branchenveranstaltungen, um für die Organisation und ihr Anliegen zu werben.

21 Unternehmen unterstützen Pineapple bisher. Dazu gehören weltweit bekannte Schwergewichte wie Clips4Sale, Pornhub und xHamster, aber auch Studios wie Kink.com, Gamma Films und WankzVR. Auch die Rezensionsplattform Rabbits Reviews gehört zu den Unterstützern.

Tanit sagt: »Ich bin stolz auf das, was wir in nur einem Jahr erreicht haben, doch die Nachfrage ist immens. Aufgrund des Stigmas, das Sexarbeit anheftet, haben Erotikdarsteller ein viel höheres Risiko für Depression, Angstzustände, Trauma, Sucht und andere psychische Probleme, gleichzeitig aber haben sie weitaus schlechteren Zugang zu vorurteilsloser Behandlung. Als Branche können wir das verändern, aber dazu müssen alle mitwirken.«

Weitere Informationen finden Sie hier.

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