Hamburger Social Media Week mit Konferenz zu VR-Pornografie

smw hamburg

Auf der diesjährigen Social Media Week in Hamburg gab es auch eine eigene Konferenz für das Thema »VR Porn und die Intimität der Zukunft«.

Simon Graff ist VR-Experte und Leiter der Standortinitiative nextReality.Hamburg. Auf der diesjährigen Social Media Week Hamburg stellte er Ende Februar seine Erkenntnisse zum derzeitigen Stand in der VR-Pornografie in einem Gespräch mit Experten und Forschern vor. Unter dem Titel »VR Porn und die Intimität der Zukunft?« diskutierten Teilnehmer des Panels über die Entwicklungen in der noch jungen Branche und ihre Bedeutung für die Zukunft der menschlichen Sexualität und Intimität.

Graff betonte die besondere Rolle, die der Pornografie zufällt, um die Technologie voranzubringen: »Hier sehen wir viele digitale Innovationen, denn die Pornobranche strebt stets danach, die User Experience zu verbessern.«

Zu den Diskutanten auf dem Podium gehörten neben Graff und den Forschern Margit Jäger und Frank Steinicke auch die Pornodarstellerin und VENUS-Award-Preisträgerin Lullu Gun, der Produzent René Pour und Tom Mudra, Produktentwickler bei Amorelie. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darin, dass insbesondere das Storytelling in der VR-Pornografie noch viel Raum für Entwicklungen biete. Bisher sei der Schau- und Neuigkeitswert so groß, dass die zahlreichen Innovationen und Ausdifferenzierungen in der Pornowelt in der VR-Welt kaum zum Ausdruck kommen und eher weithin bekannte Standard-Szenarien und Stellungen gedreht werden.

Insbesondere Steinicke verwies darauf, dass die neue Technologie doch auch neue Szenarien möglich mache. Mit ASMR und psychologischen Effekten, die durch Illusionen im Sichtfeld der VR-Nutzer aufgerufen werden, seien auch völlige neue sinnliche Erfahrungen denkbar. Steinicke nutzte zur Erläuterung ein Beispiel aus der Phobie-Forschung: »Wenn ein User in der virtuellen Welt eine Spinne auf die Hand gesetzt bekommt, reagiert sein Körper mit Schwitzen und Herzrasen – zumindest, wenn er Spinnen nicht ausstehen kann.«

Alle Teilnehmer gehen davon aus, dass Interaktivität der Schlüssel zum Erfolg in der VR-Pornografie werden wird. Davon zeigte sich auch René Pour überzeugt: »Tatsächlich stehen wir beim VR-Sex noch ganz am Anfang. Wir werden da noch eine starke Entwicklung hin zu mehr Interaktivität sehen.«

Aus Berlin kam dieser Tage denn auch ein Schritt in genau diese Richtung. Das VR-Startup me.mento stellte seine VR-Plattform vrXcity vor, das interaktive, erotische Erlebnisse mit detailgetreu nachgebildeten, animierten Avataren berühmter Pornostars ermöglicht.

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