Interviews & Porträts von der VENUS: #13 Svakom

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Bildquelle: JFK Fubar Webmasters

Auf der VENUS, die letzten Monat in Berlin zum 23. Mal zu Ende gegangen ist, finden sich im Business-Bereich auch international aufgestellte Sextoy-Hersteller wie das US-Unternehmen Svakom. Wie LELO setzt Svakom seit Jahren auf Luxustoys und High-End-Sexspielzeug und gewinnt damit Design-Awards und die Herzen einer treuen Kundschaft.

Auch unter Sextoy-Unternehmen gibt es Firmen, die eine Apple-Strategie verfolgen, also die Verbindung von erstklassigem Design, Innovationskraft und einer emotionalisierten Markenbildung. Gelingt es, zahlt sich das kräftig aus. Denn mit einer einzigartig positionierten Marke, wiedererkennbarem Design und Spitzentechnologie lassen sich nicht nur höhere Preise durchsetzen, sondern eben auch zufriedene Kunden gewinnen, die zu Stammkunden und Sammlern werden.

Auf der VENUS Berlin finden sich mehrere Hersteller, die diese exklusive Strategie verfolgen und damit international erfolgreich agieren. Am Stand von Svakom konnten wir mit dem neuen Sales Manager Europa des amerikanischen Herstellers Svakom sprechen. Im Interview gewährt er uns Einblicke in sein Unternehmen, erzählt von den Svakom-Bestsellern im Markt mit Sextoys für Frauen und über den neuen Vorstoß im High-End-Bereich für Männertoys.

VAN: Svakom gehört zu den weltweit agierenden High-End-Marken. Kannst Du uns ein bisschen über euer Unternehmen erzählen?

Svakom ist eine amerikanische Firma, aber wir haben unsere eigene Produktion und unser eigenes Designteam mit Sitz in China. Alle Produkte sind Eigenentwicklungen und Eigenproduktionen mit einer Qualitätsausfallrate von unter 0,5%.

Svakom gibt es seit vier Jahren und das Wachstum ist sehr stark. Durch die Bewertung bei der Stiftung Warentest haben wir in Deutschland auch einen sehr guten Ruf. Wir teilen uns bei der Bewertung die Bewertung 1 mit LELO und FunFactory. Und wir sind sehr gut aufgestellt. Über genaue Absatzzahlen machen wir als Privatunternehmen keine Angaben.

Mit der Herstellung und dem Design-Team sind wir zwischen 200 und 300 Mitarbeiter. Wir haben über 30 verschiedene Vibratoren und jetzt auch Masturbatoren, preislich sind wir insgesamt im gehobenen Mittelfeld. Wir arbeiten mit verschiedenen Distributoren zusammen, Eropartner zum Beispiel und mit größeren Einzelhändlern arbeiten wir auch direkt zusammen.

VAN: Was habt ihr dieses Jahr an Frauentoys auf die Messe mitgebracht?

Bei den Frauen ist da natürlich zum einen unser Nymph. Der hat dieses Jahr einen Design-Award gewonnen. Das Produkt ist sehr innovativ und wurde vom Markt sehr gut angenommen. Zum anderen haben wir den sehr beliebten Keri.

Unser Bestseller aber ist unser Ei, das Elva mit Fernbedienung. Das Produkt ist bereits seit zwei Jahren am Markt, ist aber ein absoluter Verkaufsschlager, und das haben wir natürlich auch dieses Jahr im Gepäck, klein, handlich, sieht aus wie ein Lippenstift.

VAN: Wie sieht es bei euch mit dem großen Wachstums-Trend Männertoys aus?

Wir haben normalerweise mehr Produkte für Frauen und Couples. Aber neu ist unser Männertoy Alex, der ist gerade herausgekommen. Er ist das erste Produkt einer neuen Linie, die auf Männer zugeschnitten ist.

Der Alex hat den Vorteil, dass er oben herum frei ist und somit leicht zu reinigen ist. Es verfügt über den stärksten Motor, der derzeit am Markt verfügbar ist und bringt dementsprechend Bewegung. Ab Ende November wird er im Handel verfügbar sein.

Die ersten Reaktionen sind sehr gut. Viele erkennen, dass es ein High-End-Modell bei den Masturbatoren ist. Unser vorgeschlagener Ladenpreis liegt bei 139,00 Euro, und das ist bei den Shops gut angenommen worden.

VAN: Ihr gehört zu den hochwertigen Herstellern, die ähnlich wie LELO sehr stark auf Design setzen. Neben innovativer Technik also immer auch etwas für Auge. Was beachtet ihr beim Design neben der Ästhetik besonders?

Wir setzen bei unserem Design bei den Männertoys vor allem darauf, dass sie nicht sofort als Masturbatoren erkennbar sind. Wenn man das im Schlafzimmer findet und keine Ahnung hat, denkt man, es ist irgendwas anderes und nicht unbedingt ein Sextoy.

Das Design-Team arbeitet eng mit dem Marketing-Team zusammen. Das ist bei uns ziemlich groß. Bei der Produktentwicklung lassen wir Prototypen immer auch durch Influencer testen. Und das so gewonnene Feedback haben wir natürlich bei der Entwicklung weiterer Designmodelle einfließen lassen.

VAN: Als internationales Unternehmen habt ihr natürlich auch ein internationales Marketing. Ihr besucht viele Messen und Festivals. Was hat es mit FuckTaboo auf sich?

Das stimmt, wir machen verschiedene Events weltweit. Und einiges aus der letzten Zeit steht im Zusammenhang mit unserer Kampagne #FuckTaboos. Da machen wir in unterschiedlichen Ländern Partys, wo wir unterschiedliche Aktionen anbieten, Party machen, sodass die Leute vor Ort offen und locker über das Thema Sex sprechen können.

VAN: Du bist, wie Du erzählt hast, erst seit kurzem im Unternehmen. Wie bist Du in die Sextoy-Branche gekommen?

Ich bin erst seit ein paar Monaten dabei, richtig. Ich komme eher aus dem Industriebereich. Aber ich freue mich, im B2C-Bereich zu sein. Sextoys ist ein Thema, das mich gereizt hat, mir gefällt die Branche. Es gibt sehr viel Bewegung darin, und ich habe das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Sextoys finden immer stärkere Verbreitung, man findet inzwischen Sexspielzeug bei Edeka, Mediamarkt und DM. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es irgendwann bei Aldi und Lidl sowas gibt.

VAN: Vielen Dank fürs Gespräch

Weitere Informationen über Svakom finden Sie hier.

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