MindGeek Gründer investiert in Cannabis-Startup aus Deutschland

MindGeek Gründer investiert in Cannabis-Startup aus Deutschland

fabian thylmann

Der ehemalige Pate des Tube-Imperiums MindGeek, Fabian Thylmann investiert eine Million in das deutsche Cannabis-Startup Cannamedical. 

Fabian Thylmann, der Gründer und ehemaliger Vorstandsvorsitzende von Manwin, dem Holdingunterehmen, aus dem 2013 MindGeek hervorging, hat eine Million Dollar in ein deutsches Unternehmen namens Cannamedical investiert. Das Unternehmen, das 20 Beschäftigte hat, ist auf den Vertrieb medizinischen Cannabis spezialisiert.

Thylmann hatte Manwin 2013 unerwartet an das Management des Unternehmens für 73 Millionen Dollar verkauft. In einem Brief an seine Mitarbeiter schrieb er: »Schweren Herzens muss ich bekanntgeben, dass ich mich dazu entschlossen habe, Manwin an die Führung von Manwin zu verkaufen. Bitte glaubt mir, dass diese Entscheidung eine der schwierigsten im Leben von meiner Frau und mir ist. Manwin wie auch ich sind in einer Phase, in der ich dem Unternehmen keinen bedeutenden Wert mehr hinzufügen kann. Ich hoffe, dass ich euch allen und dem Management die richtigen Werte beigebracht haben, damit ihr das Unternehmen bestmöglich fortführen könnt, und ich freue mich darauf, die Weiterentwicklung verfolgen zu können.«

Im Jahr vor dem Verkauf von Manwin war Thylmann mit den deutschen Behörden in Konflikt geraten, da diese ihm vorwarfen, Steuerflucht begangen zu haben. Er wurde von im Dezember 2012 von Belgien nach Deutschland ausgeliefert. Gegen eine Zahlung von 5 Millionen wurden die Vorwürfe im Jahr 2015 fallengelassen.

Der Mann, der NATS (Next-generation Affiliate Tracking Software) entwickelt hat, eine Software, die die Klicks von Webseitenbenutzern auf Werbeanzeigen so verfolgt, dass den Webseiten eine Kommission gezahlt werden kann, scheint also wieder dick im Geschäft. Im Jahr 2015 kaufte er die Foto-Sharing-App Frontback und schärfte sein Profil als Business Angel und Wagniskapitalgeber.

In einem Interview mit Marijuana.com sagte Thylmann, dass die Cannabis-Branche im Bereich der Zahlabwicklungen und Bezahlsysteme ähnliche Probleme habe wie die Pornoindustrie.

Er sagt: »Es ist ein sehr profitables Geschäft, aber einige Banken und Fonds fühlen sich global gesehen nicht wohl damit. Mein altes Netzwerk gibt mir eine hervorragende Position, um Unternehmen in diesem Feld dabei zu helfen, besser als andere vorwärtszukommen. Und ich habe keinerlei Angst, in Geschäfte zu investieren, von denen ich glaube, dass sie der Menschheit helfen, solange sie legal sind.«

Er fügte hinzu: »Cannamedical ist eines der wenigen Unternehmen, die eine Erlaubnis haben, in Deutschland Cannabis zu vertreiben. Es befindet sich in einem starken Markt in einer einzigartigen Position und ist wirklich gut für beispielloses Wachstum aufgestellt.«

Seit März 2017 hat das Unternehmen die Erlaubnis, Cannabis für medizinische Zwecke legal nach Deutschland zu importieren. Im Moment kauft Cannamedical all seine Produkte in den Niederlanden, will aber in naher Zukunft zu einem Zulieferer in Kanada wechseln, da das Unternehmen mit raschem Wachstum rechnet.

Nun muss Thylmann nur noch ein Plattenlabel aufmachen, um den magischen Dreiklang aus Sex, Drogen und Rock’N’Roll erreichen zu können.

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