MindGeek plant Einführung der Altersüberprüfung AgeID in Großbritannien

AVN berichtet: “In Erwartung großer Schwierigkeiten im Zuge des neu eingeführten Digital Economy Act 2017, durch den britische Behörden massiv gegen Sexseiten vorgehen können, die keine Altersüberprüfung vorschalten, hat sich MindGeek dazu entschlossen, ein neues System namens AgeID für alle Seiten in Großbritannien einzuführen.

Inverse.com berichtet, dass das AgeID-System folgendermaßen funktionieren soll: “Sobald ein Nutzer die Seite besucht, wird er aufgefordert, ein Konto einzurichten. Der Nutzer erhält dann eine Auswahl an Optionen zur Altersverifikation wie beispielsweise das Zeigen des Passes oder Verifizierung per Handy. AgeID leitet den Nutzer zu einem durch Aufsichtsbehörden zugelassenen Drittanbieter, der im Digital Economy Act als “Age-Verification Regulator” bezeichnet wird. Dieser Anbieter schickt dem Seitenbetreiber eine einfache Ja- oder Nein-Antwort, ob der Nutzer den Alterscheck bestanden hat oder nicht. Ein einmal angelegtes AgeID-Konto erlaubt dem Nutzer, erneute Prüfungen zu umgehen.”

Laut Inverse wird AgeID flexibel angepasst werden können, sollten andere Länder ähnliche Gesetze erlassen, und außerdem in der Lage sein, von weiteren Webseiten genutzt zu werden.

Datenschützer zeigen sich besorgt, dass ein Branchengigant wie MindGeek hinter AgeID steckt. Zu den Seiten des Anbieters gehören die Platzhirsche Brazzers und Pornhub. Ein denkbarer Hackerangriff auf den dann gewaltigen Datenpool erscheint den Datenschützern extrem gefährlich. Ein Vertreter von MindGeek versicherte Inverse jedoch, dass solche Ängste unbegründet seien. “AgeID kann während der Altersverifikation keine Daten sehen oder speichern. Das einzige Interesse von AgeID ist, ob ein Besucher ein bestimmtes Alter hat.””

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