Mit dieser App können Sie Sextoys mit Ihren Gedanken steuern

Ein Vibrator, der allein mit Gedanken gesteuert werden kann, klingt wie ein High-Tech-Gerät aus der Zukunft – aus einer Zeit also, in der wir Körperkontakt mit echten Menschen endgültig aufgegeben haben und nur noch mit Robotern Sex haben. Laut französischen Entwicklern ist diese Zukunft nun ein Stück näher gerückt. Sie behaupten, dass sie eine App entwickelt haben, mit der man einen internetfähigen Bluetooth Vibrator fernsteuern kann. Alles, was Sie dazu benötigen, ist Ihr Gehirn, den Lovesense Lush Vibrator, einen hohen Grad an Konzentration und ein paar gut platzierte Elektroden.

Die Entwickler haben das Open-Source-Interface OpenBCI dafür genutzt, mittels Elektroden eine Verbindung zwischen dem Gehirn einer Person und einem Computer herzustellen, der mit der API von Lovesense verbunden wird. Im Demovideo, das Sie mit englischen Untertiteln ansehen können, wurde eine Person mit drei Elektroden versehen und gebeten, die Augen zu schließen und sich auf ein Sexspielzeug zu kontrollieren, das auf einem Tisch stand. Wie man im Video sieht, beginnt es sofort zu vibrieren. “Das Grundkonzept ist, dass man das Spielzeug vibrieren lassen kann, indem man sich darauf konzentriert, so kann man also durch reine Gedankenkraft jemanden kommen lassen”, so der französischsprachige Tester.

Es ist nicht das erste Mal, das jemand ein Sextoy mit Gehirnaktivitäten verbindet. Vor ein paar Jahren haben die Hersteller des Mod, kurz für Multivibrating Open-Source Dildo, demonstriert, dass man ihren Dildo mit Gedanken wie auch mit (weitaus weniger aufregend) Blinzeln und Kieferbewegungen steuern konnte. Doch das durch Crowdfunding finanzierte Projekt wurde aufgrund einer Patentklage, die nicht in Verbindung mit der Gedankensteuerung stand, eingestellt.

Weshalb, fragen Sie vielleicht, würde jemand überhaupt einen Vibrator mittels seiner Gedanken kontrollieren wollen? “Man kann sich Anwendungen vorstellen, die für diskretes Spiel in der Öffentlichkeit gedacht sind, für Paare in Fernbeziehungen und sogar für Menschen mit körperlichen Behinderungen”, sagt Eddy Olivares, Marketing Manager für Lovesense, der den Entwicklern die Erlaubnis gegeben hat, mit der Lovesense-API zu experimentieren. Natürlich sind auch furchteinflößende Szenarien denkbar – jemand könnte Ihren Vibrator ohne Ihre Erlaubnis steuern – auch Hacking könnte ein Problem sein, was allerdings für alle internetfähigen Vibratoren gilt, ob sie nun gedankengesteuert sind oder nicht.

Die im Video vorgestellte App hat jedoch erhebliche Einschränkungen – eine davon ist, dass sie nicht sehr verlässlich scheint. Beim zweiten Versuch ist die Testperson nicht in der Lage, das Sexspielzeug mittels seiner Gedanken sofort zu starten. Doch als er es erneut versucht, hüpft das Gerät vom Tisch. Eine zweite Testperson kann das Gerät nur zwischenzeitlich vibrieren lassen – ein bisschen wie bei einem Sextoy, bei dem der Akku langsam aufgibt. Man kann sich mit dieser App also vielleicht nicht wirklich mit seinen Gedanken kommen lassen, aber zumindest ist es möglich den Vibrator “an” zu denken. Die erste Testperson merkt an: “Es ist relativ anstrengend, funktioniert aber wirklich.”

Die App ist derzeit nicht im Handel erhältlich. Für den Augenblick also ist es lediglich ein spannender Einblick in eine Zukunft, die uns neue Lüste und neue Sextoys verheißt.

1 KOMMENTAR

  1. Aber auch das ist nur irgendeine Weiterentwicklung.. Ich glaube ein Dildo ist ein Dildo und da kann man ne KI reinstecken oder halt ne Fernsteuerung fürs Handy, aber deshalb wird es noch immer nicht das ultimative DING werden..

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