Mitarbeiter von Pleasure Chest erstreiten Gewerkschaftsrechte

Pleasure Chest in Lenox Hill Foto: Brigitte Stelzer
Pleasure Chest in Lenox Hill Foto: Brigitte Stelzer

Natalie O’Neill berichtet für NY Post: »Mitarbeiter der Sexshop-Kette Pleasure Chest in New York haben darüber abgestimmt, Teil einer Gewerkschaft zu werden, nachdem ihre Vorgesetzten sie massiv verärgert haben. Das haben Mitarbeiter des Unternehmens letzten Freitag bekannt gegeben.

Pleasure Chest — eine Ladenkette, die in mehreren Filialen in Manhattan alles verkauft, was vibriert und schmiert, ist somit laut Angaben von Gewerkschaftsvertretern und Mitarbeitern erst der zweite Sexshop der USA, dessen Mitarbeiter Teil einer Gewerkschaft wurden.

»Das ist nicht nur normaler Einzelhandel. Dieser Job ist aufgeladen und als Mitarbeiter wird von der Öffentlichkeit sexualisiert«, so Nico Fuentes, deren offizieller Jobtitel »Sexspezialistin« ist.

»Das Management muss uns dabei helfen, dass wir uns sicher fühlen. Das wurde versäumt – und so darf es nicht sein. Der Vorstand hat uns bei mehreren Gelegenheiten untergraben«, fügt sie hinzu.

Die Angestellten der Kette forderten ihre Betriebsleitung auf, »Sicherheitsanweisungen« zu erarbeiten, um Mitarbeitern »Deeskalationstaktiken« beizubringen, um gruselige oder aggressive Kunden in den Shops auf der Upper East Side und in den Filialen im West Village herunterbringen zu können.

Eine Einigung umfasst nun vermutlich auch Gesundheitsvorsorge, betriebliche Leistungen und Schutz für Mitarbeiter mit LGBT-Hintergrund, so Chelsea Connor, Kommunikationsbeauftragte für die Gewerkschaft Retail, Wholesale and Department Store Union.

Die Mitarbeiter von Pleaseure Chest haben in einer 10-stündigen Sitzung gegen die »gewerkschaftsfeindlichen Blödmänner« in der Geschäftsführung gestritten und dann einstimmig den Eintritt in die Gewerkschaft beschlossen, so Fuentes.

»Die Respektlosigkeit gegenüber unseren geschlechtlichen Identitäten des Unternehmens und seiner gewerkschaftsfeindlichen Blödmänner haben deutlich gemacht, wie sehr eine gewerkschaftliche Stimme benötigt wird«, führt sie fort.

In der sexuell aufgehitzten Arbeitsatmosphäre können Gespräche mit Vorgesetzten emotional aufgeladen sein – was gewerkschaftliche Regeln notwendig werden lässt, so Emma Schledorn, eine Verkaufsangestellte bei Pleasure Chest.

»Jetzt, da wir eine Gewerkschaftsstimme dazugewonnen haben, erhalten wir all die Rechte, den Schutz und die geregelten Abläufe, die ein Gewerkschaftsvertrag mit sich bringt, der uns erlaubt, eine sexpositive Botschaft in einem sichereren und geschützten Arbeitsumfeld zu vermitteln.«

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