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Donnerstag, Oktober 18, 2018
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Penthouse kommt unter den Hammer

penthouse pleite

Der Insolvenzverwalter der Penthouse Global Media hat sich auf einen Ausverkauf der Penthouse-Gruppe mit Dream Media Corp., einem der größten Gläubiger des Unternehmens, geeinigt. Sollte bis zum 4. Juni kein höheres Gebot für die gesamte Gruppe eingehen, wird das Unternehmen wohl verkauft.

In den bisherigen Deal sind alle essentiellen Assets der Penthouse-Gruppe enthalten, dazu gehören die Urheberrechte, Videoproduktionen, das Magazingeschäft, Broadcasting und auch die digitale Verwertung der Penthouse-Inhalte.

Penthouse wurde bereits 1965 gegründet und feierte mit dem Magazin und den berühmt-berüchtigten Penthouse Letters große Erfolge. Heute betreibt das Unternehmen außerdem acht TV-Sender, die Konsumenten in mehr als 100 Ländern erreichen. Ein Großteil des Geschäfts besteht außerdem aus Lizenzvereinbarungen und zahlreichen Webseiten. Nicht enthalten in dem Ausverkauf ist das Lizenzgeschäft für die Penthouse Clubs sowie Lizenzeinnahmen aus einer Vereinbarung mit Vice Industry Token.

Gemeinsam mit der bisherigen Vorstandsvorsitzenden der Penthouse Gruppe, Kelly Holland, hatte der Insolvenzverwalter, David Gottlieb, monatelang versucht, eine Cash-Flow-Prognose für die Fortführung des Geschäfts aufzustellen. Dabei aber musste er feststellen, dass schon die Jahresabschlüsse 2016 und 2017 nicht korrekt vorgenommen wurden.

In einer Erklärung gab Gottlieb bekannt: »Die Prognosen besagen, dass die Gläubiger in den kommenden drei Monaten etwa 732.000 Dollar verlieren würden. Daher ist der Verwalter zu dem Schluss gekommen, dass es keinen vernünftigen Fortführungsplan für die Rehabilitierung und Reorganisation des Geschäftsbetriebs des Schuldners durch einen Insolvenzplan nach Chapter 11 geben kann.«

Damit dürften Kelly Hollands Hoffnungen, das Unternehmen aus eigener Kraft zu sanieren, endgültig gescheitert sein. Holland hatte die legendäre Unternehmensgruppe erst 2016 von FriendFinder Networks übernommen, ein Unternehmen, das 2013 selbst Insolvenz anmelden musste. Sie wird nun vermutlich ihre Unternehmensgruppe an den Hauptgläubiger Dream Media verlieren.

Dream Media stellt insgesamt Forderungen in Höhe von 10 Millionen Dollar an Penthouse. Das Unternehmen gehört dem Investor Adam Levin, der auch Oreva Capital führt, das letztes Jahr das Cannabis-Lifestyle-Magazin High Times aufgekauft hat. Daneben wurde mit dem Management des Unternehmens auch der Verlag Here Publishing übernommen, zudem zahlreiche Marken aus dem LGBT-Bereich gehören, darunter Pride, Out Traveler und LGBT.com.

 

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