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Freitag, September 21, 2018
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Playboy-Model muss über Trump Affäre nicht mehr schweigen

Karen McDougal and Donañd Trump

Das ehemalige Playboy-Model Karen McDougal wird nun wieder öffentlich über ihre Affäre mit Präsident Donald J. Trump sprechen können, da sie in einem Gerichtsprozess gegen den Verlag des Boulevard-Magazins National Enquirer eine Einigung erstreiten konnte. Das Unternehmen hat sich bereit erklärt, das Model aus dem Exklusivvertrag über ihre Geschichte zu entlassen, damit kein Musterprozess gegen diese Art von Krisen-PR geschaffen werden konnte. 

Das Model zeigte sich nach der Einigung erleichtert. In einem Interview mit USA Today sagte sie, dass sie das Gefühl habe, »das Recht an meiner Lebensgeschichte wieder erhalten«.

Das Verlagsunternehmen American Media hatte die Exklusivrechte an der Geschichte über eine Affäre mit Trump für 150.000 Dollar erworben, nur um sie dann gar nicht zu veröffentlichen, um den damaligen Kandidaten Trump vor einem weiteren Skandal im Wahlkampf zu bewahren. Der Deal wurde orchestriert von Michael Cohen, Trumps zwielichtigen Anwalt und langjährigen Ausputzer, dessen Büro kürzlich aufgrund seiner Rolle in der Schweigevereinbarung mit dem Pornostar Stormy Daniels vom FBI durchsucht.

Die Vereinbarung befreit McDougal nicht nur von ihrem Maulkorb, sie darf zudem die 150.000 Dollar, die das Medienunternehmen gezahlt hatte, vollständig behalten. American Media wird lediglich in geringem Umfang an künftigen Erträgen, die McDougal aus ihrer Geschichte ziehen könnte, beteiligt.

McDougal betont, dass sie keinerlei finanzielle Absichten verfolge: »Ich bin erleichtert, dass ich nun wieder die Wahrheit erzählen kann, wenn ich danach gefragt werde. Und ich freue mich darauf, in mein Privatleben zurückzukehren und mich auf die Dinge konzentrieren zu können, die mir wichtig sind.

Während Trump eine Beziehung mit McDougal bestreitet, behauptet das Model, dass sie mit dem heutigen Präsidenten eine mehrmonatige Beziehung geführt habe, die weitaus bedeutender war, als der One-Night-Stand mit Stormy Daniels. Als Teil der Einigung wird McDougal auf dem September-Cover von Men’s Journal, einem weiteren Magazin, das von American Media herausgegeben wird, erscheinen. Diese vollumfängliche Wendung dürfte nichts Gutes für Trump bedeuten. Und auch ähnliche Vereinbarungen, die mit dem Zwecke getroffen wurden, eine Geschichte zu begraben, könnten in der Folge angefochten werden. Unter Umständen viel Stoff für eine Fortsetzung der #MeToo-Bewegung.

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