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Samstag, Dezember 16, 2017
Pornoproduzenten in den USA können nun verklagt werden

Pornoproduzenten in den USA können nun verklagt werden

Jessica Parcell berichtet für The Daily Universe: »Eine kürzlich vom Gesetzgeber in US-Bundesstaat Utah verabschiedetes Gesetz, das von Governor Gary Herbert unterzeichnet wurde, erlaubt es Familien, deren minderjährige Kinder durch Pornokonsum psychologische oder emotionale Schäden erlitten haben, Klage gegen die Unternehmen einzureichen, deren Inhalte die Verletzungen hervorgerufen haben sollen.

Das neue Gesetz gilt als Erstes seiner Art in den USA. Der Antragsautor des Gesetzes, Senator Todd Weiler aus R-Woods Croos, sagt, dass es sich um eine Folgeresolution aus dem vergangenen Jahr handelt, bei der Pornografie in Utah zu einer öffentlichen Gesundheitskrise erklärt wurde. Weiler sagt, dass das neue Gesetz zum Schutz Minderjähriger gedacht ist, Erwachsene miteinzubeziehen, würde ein Übertreten gesetzlicher Schranken bedeuten.

Laut Weiler verbiete Utah Minderjährigen den Konsum von Zigaretten, erlaube aber den Konsum von Tabakprodukten für Erwachsene, auch wenn Konsumenten auf der Packung vor Gefahren des Rauchens gewarnt würden.

Weilers Meinung nach gelte dieses Prinzip auch für andere Substanzen. Da Erwachsene die Gefahren kennen, glaubt er nicht, dass es angemessen wäre, den Pornokonsum Erwachsener gesetzlich einzuschränken.

Es ginge ihm stets um die Frage, ‘Was ist die angemessene Rolle der Regierung?’, so Weiler. »Es ist für die Regierung angemessen, Erwachsene vor Dingen zu bewahren, die sie tun müssen, auch wenn diese sie verletzen könnten?«

Er sagt, dass er der Meinung sei, dass die angemessene Rolle des Gesetzgebers darin bestünde, Kinder zu schützen, dass Erwachsene aber ihre eigenen Entscheidungen treffen können müssen.

Weiler kennt keinen Fall, in dem jemand erfolgreich Schadensersatz gegen ein Pornounternehmen geltend machen konnte. Seiner Meinung nach sei es unklar, ob solch eine Klage überhaupt möglich sei. Das neue Gesetz besagt zumindest, dass eine Klage in Utah nun gesetzmäßig sei.

Weiler sagt, dass das Gesetz es Familien zwar ermögliche, auf Schadensersatz zu klagen, dass das Gesetz aber auch eine »Safe Harbor«-Klausel für Pornoproduzenten vorsehe. Es sieht vor, dass zwei Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein Inhalteanbieter nicht haftbar gemacht werden könne.

»Zum einen muss ein ernsthafter Versuch einer Alterskontrolle unternommen worden sein, damit Minderjährige nicht an den Inhalt gelangen und zweitens müssen Konsumenten vor möglichen Gefahren von Pornografie warnen«, so Weiler.

Weiler erklärt, dass fortlaufend versucht würde, Menschen über Pornografie aufzuklären und dass er hoffe, dass pornografische Webseiten und andere Medien ihr Verhalten ändern.

Mehrere Versuche, Mitglieder des Senats von Utah zu kontaktieren, wurden nicht beantwortet, weitere Kommentare konnten nicht eingeholt werden.«

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