Pornostar Jerry Butler tot mit 58

Jerry Butler, ein viel beschäftigter Pornostar, dessen Karriere von 1981 bis 1993 und über 500 Produktionen währte und der mit seiner Autobiografie viele ehemalige Kollegen verärgert hat, verstarb am 27. Januar 2018 in Brooklyn. Er war 58 Jahre alt. 

Der Pornodarsteller Jerry Butler wurde 1959 als Paul David Siederman geboren. In den späten 70er Jahren hat er Schauspielunterricht genommen und in einigen Mainstreamproduktionen und Off-Broadway-Aufführungen mitgewirkt. 1981 drehte er seinen ersten Pornofilm namens Young, Wild and Wonderful. Im Fortverlauf zog er nach Los Angeles und hatte eine lange, sehr erfolgreiche Karriere im Pornogeschäft.

Einer der Gründe, weshalb er darüber hinaus in den USA zu landesweiter Berühmtheit gelangte, war seine erste Ehe mit der Schauspielerin Lisa Loring. Loring war ein ehemaliger Kinderstar aus der Fernsehserie The Addams Family. Seine Frau wollte, dass er die Branche verlässt, was Butler ablehnte. Das Paar trat 1991 öffentlichkeitswirksam in einer Talkshow auf, in der die beiden ihre Eheprobleme offen besprachen. Die Ehe wurde 1992 geschieden. Ein Jahr später verließ Siederman das Pornogeschäft und trat nur noch ein einziges Mal 2003 in einer kleinen Nebenrolle in einer Produktion des Rappers Necro auf.

1989 veröffentlichte er seine Autobiografie »Raw Talent«, die einige unvorteilhafte Details aus dem Leben von ehemaligen Kollegen und Weggefährten wie Ron Jeremy enthielt, und auch die Behauptung aufstellte, dass die Pornoszene der 80er Jahre ein großes Drogenproblem gehabt habe. Das Buch hat ihn mehrere Freundschaften und letztlich auch Rollen gekostet.
Siederman heiratete 1993 erneut, zog zurück nach Brooklyn, arbeitete als Schulbusfahrer und wurde Vater eines Kindes. Seine zweite Ehe wurde ebenfalls geschieden.
Ashley West, ein Freund des Darstellers und inoffizieller Geschichtsschreiber der New Yorker Pornoszene, schreibt auf seiner Webseite, dass der Darsteller vor einiger Zeit einen Tumor entfernt bekommen habe und kürzlich erneut Metastasen diagnostiziert worden seien.
West schreibt: »Bei der Beerdigung herrschte Fassungslosigkeit. Familienmitglieder und Freunde saßen in Stille beisammen. Ehemalige Hockeyspieler, breitschultrig, stille Felsen Mitte 50, die ihre Köpfe schüttelten. Jerrys Schwester Linda hielt die Trauergemeinde zusammen, grüßte und dankte jedem einzelnen, der gekommen war, um Abschied zu nehmen. Außer Cathy Tavel, Co-Autorin von Jerrys Schlüssel-Autobiografie Raw Talent, war niemand aus der Branche anwesend.«
Wenn Sie sich für die Autobiografie interessieren, klicken Sie hier.
Wenn Sie mehr über die Geschichte der Pornografie in New York erfahren möchten, klicken Sie hier.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT