Berühmter Journalist tweetet versehentlich seine Suche nach Tentakel-Pornos

Joshua Rhett Miller berichtet für NY Post: »Der bekannte Newsweek-Journalist Kurt Eichenwald, der versehentlich sein Interesse für japanische Anime-Pornos öffentlich machte, behauptet, dass er lediglich mit seinen erwachsenen Söhnen seiner Frau beweisen wollte, dass Tentakel-Pornos wirklich produziert werden.

Kurt Eichenwald, der auch für Vanity Fair schreibt, hatte am Mittwoch einen gegen ihn hetzenden, antisemitischen Flyer auf Twitter teilen wollen. Diesen hatte er erhalten, nachdem er sich mit dem rechtskonservativen Foxnews-Kolumnisten und Trump-Anhänger Tucker Carlson eine Twitterschlacht über dessen schlechte Quoten geliefert hatte. Doch als Eichenwald ein Foto des Flyers tweetete, um zu beweisen, dass dieser existiert, übersah er, dass im Hintergrund seine Suchanfrage nach dem aggressiven Pornofetisch sichtbar war.

»Stöhn«, schrieb Eichenwald am Donnerstag auf Twitter, um seinen Lapsus zu erklären. »Ok, ich bin ein Blödmann. Ob ihr es glaubt oder nicht, meine Kinder und ich wollten meine Frau davon überzeugen, dass es ‚Tentakelpornos‘ wirklich gibt. Ich habe welche gesucht, um sie ihr zu zeigen. Ich habe aber keine gefunden – und stattdessen das hier vollbracht. Meine Familie liest meinen Twitterfeed, weiß also, dass das stimmt.«

Eichenwald veröffentlichte in einem Versuch, die Verwirrung zu klären, sogar einen Nachrichtenwechsel mit seiner Frau, machte so aber auch deutlich, dass sein Account nicht gehackt wurde und die Nachricht wirklich von ihm kam.

»Theresa … Tut mir leid, dumme Frage«, so Eichenwald an seine Frau. »Unsere [erwachsenen] Jungen und ich haben Dir doch beweisen wollen, dass Tentakelpornos wirklich existieren, stimmt’s?«

»Ja«, so die Antwort. »Ich kann es immer noch nicht glauben.«

Eichenwald spielte die versehentliche Veröffentlichung herunter und behauptet, dass er den ganzen Wirbel um seine Browserfenster mit der Suche nach “B-Chiku”, einer Seite für Hentai-Pornos, nicht nachvollziehen kann.

»Zwar waren Hentai (bisher dachte ich, das hieße Manga) auf meinem Bildschirm als Teil einer Suche zu sehen, mit der ich meiner Frau beweisen wollte, dass es Tentakelpornos wirklich gibt, aber was ist daran schon Besonderes«, so Eichenwald auf Twitter. »Während ich selbst Cartoon-[Pornos] nichts abgewinnen kann, ist Pornografie ein Milliardengeschäft. [Die Menschen] sehen es sich offensichtlich gern an.«

Die Nachricht über den verunglückten Tweet braute sich zu einem regelrechten Twittersturm zusammen, und einige Nutzer versuchten Twitter-Chef Jack Dorsey zu ermuntern, Eichenwalds Erklärungen zu unterbinden. Andere behaupteten, die Nachricht sei größer als die Wahlen in Großbritannien oder die Aussage des ehemaligen FBI-Chefs James Comey vorm Kongress. Ein anderer Twitter-Nutzer schrieb, Eichenwalds Erklärungen seien der »verrückteste, beschissenste Versuch« in der Geschichte der Krisen-PR.

Eichenwald hatte nach einigen Tweets genug von seinen eigenen Erklärungen.

»Ich habe alles dazu gesagt«, schrieb er Donnerstag. »Glauben Sie mir oder nicht. Meine Familie führt nun mal seltsame Gespräche. So ist es halt.«

Eichenwald, der mit seiner Frau und drei Kindern in Dallas lebt, geriet bereits im März in die Schlagzeilen, als ein Mann, der ihm über Twitter angeblich eine blinkende Nachricht mit Stroboskop-Licht zuschickte, verhaftet wurde. Das Bild hatte dazu geführt, dass Eichenwald einen epileptischen Anfall erlitt.

Eichenwald sagte damals aus, dass er den blinkenden Tweet im Dezember erhalten hatte, nachdem er sich mit Tucker Carlson in dessen Sendung gestritten hatte.«

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