Bordellkönig Dennis Hof geht in die Politik

dennis hof cathouse
Dennis Hof, Eigentümer der einer der wenigen legalen Bordelle in den USA, geht in die Politik. Er hat die Vorwahlen gewonnen und tritt für die Republikaner im Rennen um einen Sitz in der State Assembly von Nevada an.

Der charimatische Eigentümer von ca. 6 Bordellen im US-Staat Nevada und Star einer HBO-Reality-Serie namens Cathouse, ist einen riesigen Schritt vorangekommen, seinen Plan umzusetzen, in der US-Politik Karriere zu machen. Noch vor wenigen Jahren wäre der Eigentümer eines Betriebs, der in allen anderen Staaten der USA verboten wäre, niemals auch nur in die Nähe eines politischen Amtes gekommen. Mit der Präsidentschaft Trumps aber sind alle Dämme gebrochen, die Werte, Traditionen und auch viele der durchaus überkommenen Moralvorstellungen sind vollkommen durcheinander gewirbelt.

Der 71-Jährige Hof hat sich um die Kandidatur der Republikaner für einen Sitz in der State Assembly Nevadas beworben und seinen Mitbewerber James Oscarson schlagen können. Zwar hat Hof im Wahlkampf 2016 für Hillary Clinton geworben und war mit einer Kampagne seiner Bordelle gegen Trumps Gesundheitspolitik aktiv, doch inzwischen bezeichnet sich der Bordell-Unternehmer als lupenreiner Trump-Anhänger. Wie der derzeitige Präsident hat auch Hof ein Buch geschrieben, das sich klar an den Titel des Erfolgsbestsellers von Trump »The Art of the Deal« anlehnt. Hofs Buch heißt: »The Art of the Pimp« (dt. Die Kunst des Zuhälters).

Sein Mitbewerber Oscarson gratulierte ihm am späten Abend zum Sieg in den Vorwahlen. Er konnte 42,8 Prozent der Stimmen auf sich ziehen.

Hof hat für den Fall eines Wahlsieges angekündigt, sich von seinen Bordellen trennen zu wollen. Laut Angabe der Associated Press will der seine Häuser verkaufen, um sich ganz seiner politischen Karriere widmen zu können.

Der umtriebige Sex-Unternehmer hat sich bereits 2016 für die meist aussichtslos antretende Partei Libertarian Party aufstellen lassen und war dementsprechend gescheitert. Mit der Kandidatur für die Republikaner und Trumps Vorliebe für das Establishment durcheinander wirbelnde Kandidaten hat Hof trotz der in den USA immer noch prüden Grundeinstellung der Bevölkerung eine gute Chance, bei den bevorstehenden Wahlen ein Amt zu ergattern. Der in Pahrump lebende Hof setzt dementsprechend voll und ganz auf den Trump-Zug und kettet seine politische Karriere an Erfolg oder Misserfolg des Trumpism. Er selbst nennt sich den »Trump von Pahrump«.

In einem Interview sagt Hof: »Wir sind beide berühmt und berüchtigt. Wir sind bekannt. Wir sind Berühmtheiten. Wir sind beide erfolgreiche Geschäftsmänner. Wir haben beide in erfolgreichen Reality-Formaten Erfolg gehabt. Wir haben beide Bücher geschrieben. Wir sind beide reich und daher nicht käuflich.«

Hof bezeichnet Trump als seinen persönlichen Kolumbus, der ihm den Weg zeige. Er springe nun einfach auf den Zug und folge der von Trump ausgegebenen Marschrichtung.

Bei den anstehenden Wahlen wird Hof gegen die Demokratin Lesia Romanov antreten. Sie ist Schuldirektorin und mutmaßlich eine seriöse Persönlichkeit mit den intellektuellen Fähigkeiten, ein politisches Amt mit Verantwortung zu tragen. Das aber scheint in den USA alles andere als gefragt zu sein. Experten gehen davon aus, dass der Bordell-König bei den Wahlen im November schlagen wird.

Wie hieß er noch, dieser Film von George Clooney, der ein Lehrstück über die politischen Irrtümer der USA sein könnte? Good Night and Good Luck.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here