Hugh Hefner wird der erste Mann auf dem Cover des Playboy … und darauf folgt: ein Transgender Playmate

Die Novemberausgabe des US-amerikanischen Playboy-Magazins wird zum ersten Mal einen Mann auf dem Cover zeigen, der nicht von Frauen umringt ist: eine Premiere für das legendäre Männermagazin. Der so geehrte Mann ist niemand anders als der Gründe des Magazins, der letzten Monat verstorbene Hugh Hefner. Doch das ist nicht alles! Playboy wird im Dezember zum ersten Mal ein Transgender-Model als Playmate des Monats in der Heftmitte präsentieren.

Hugh Hefner, der letzten Monat als 91-jährige Legende seiner eigenen Marke verstarb wird auf dem Cover der Novemberausgabe des von ihm gegründeten Playboy-Magazins prangen. Bis dahin waren Männer auf dem Cover nur dann zu sehen, wenn sie von leicht bekleideten oder nackten Frauen umringt waren. Dies ist natürlich eine Verneigung vor dem gewaltigen kulturellen Erbe, das Hugh Hefner hinterlassen hat.

Doch als Zeichen, das sich die Welt seit der ersten Ausgabe des Playboys im Dezember 1953 stark verändert hat, wird die darauf folgende Ausgabe im Dezember 2017 eine weitere Premiere bieten: Playmate des Monats wird zum ersten Mal ein Transgender-Model.

 

Der Name des Models ist Ines Rau. Sie ist 26 und wird definitiv Geschichte schreiben, wenn sie in der legendären Heftmitte, dem sogenannten Centerfold, zu sehen sein wird. Rau wird das erste Transgender-Playmate in der über 60-jährigen Geschichte des Magazins. Ines Rau hat sich zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr einer vollständigen Geschlechtsangleichung unterzogen.

Hugh Hefners Sohn, Cooper Hefner (26) ist der neue Kreativdirektor bei Playboy. Er ist überzeugt, dass die Präsentation von Transgender Playmates im Sinne seines Vaters gewesen wäre. Darüber hinaus hält er die Entscheidung auch für eine konsequente Fortschreibung der liberalen Philosophie des Playboy-Magazins. »Es ist der richtige Schritt. Wir befinden uns an einem Moment in der Geschichte, in dem sich Geschlechterrollen entwickeln. Das ist der ideale Moment für uns, einen Schritt zurückzutreten und zu betonen, dass so viel von dem, wofür die Marke in den Anfangsjahren stand, in unser Kultur heute noch präsent ist.«

Rau, die bereits auf dem Cover von Vogue zu sehen war, freut sich über ihren Auftritt als Playmate des Monats. »Ein solches Kompliment habe ich noch nie bekommen. Ich habe schon viele Komplimente von Gentlemen bekommen, doch dieses lässt mich wirklich besonders, schön und weiblich fühlen. Ich war sprachlos.«

Die Ankündigung sorgte für eine Menge Schlagzeilen und Rauschen in den sozialen Medien. Die Reaktionen sind durchaus gemixt. Rau sagt: »Ich habe viele hasserfüllte Kommentare gelesen. Ich hätte die Menschen nicht für so transphobisch gehalten. Ich wusste, dass es noch viel zu tun gibt, bis die Menschen Transfrauen als Frauen ansehen, aber ich hätte nicht gedacht, dass es so schlimm ist.«

Rau konzentriert sich aber auf die positive Entwicklung. Der kulturelle Wandel ist auf ihrer Seite. »Es macht mich stolz und glücklich, das gemacht zu haben, da wir einen grundlegenden Mentalitätswandel benötigen. Das müssen wir hinkriegen.«

Cooper Hefner erscheint mit 26 Jahren ein recht junger Revolutionär, doch sein Vater war im gleichen Alter, als er sein Magazin gründete. Cooper hat sich vorgenommen, Playboy wieder gesellschaftlich relevant und schlagzeilenwürdig zu machen und steht damit voll und ganz in den Fußstapfen seines Vaters. »Ich habe diese Entscheidung nicht danach getroffen, ob Menschen, die für unsere Produkte zahlen oder Fans sind, damit zufrieden sind. Ich habe die Entscheidung getroffen, weil es die richtige Entscheidung ist, ganz egal, welche Kommentare das hervorruft.«

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