Hustler-Verleger Larry Flynt kritisiert in offenem Brief Mainstreammedien

BEVERLY HILLS, Kalifornien – Larry Flynt hat die Medien für ihre Berichterstattung im vergangenen Wahlkampf scharf angegriffen. Nachdem er Monate lang ertragen musste, wie die Medien Lügen berichtet haben und TV-Journalisten und Moderatoren sagten, dass sie keinerlei Verpflichtung hätten, Aussagen zu überprüfen, kaufte er eine Werbeanzeige in der Ausgabe von Variety vom 3. Januar 2017. Flynt hat ihnen vorgeworfen aufgrund dieses fehlenden Nachprüfens, „das Monster erschaffen zu haben, das wir jetzt President-Elect Trump“ nennen.

Die Werbeanzeige richtet sich direkt an die vorherrschende Mainstream-Einstellung, dass der reine Bericht dessen, was ein Politiker sagt, ohne die Faktizität zu überprüfen, der Job eines guten Reporters sei.

„Wenn Sie Kandidaten haben, die ständig Lügen verbreiten, sobald sie etwas sagen, und die Presse dazu nichts sagt, wer soll diesen Job dann übernehmen?“, fragt Flynt in der Anzeige. „Wenn jemand seine Meinung sagt, ist das eine Sache; das kann man akzeptieren oder ablehnen. Wenn jemand eine faktische Aussage macht, die sich als Lüge herausstellt und Du kannst diese Lüge beweisen, dann sollte man diese Person nicht nochmal in seine Sendung einladen, so einfach ist das. So jemand hat Dich verarscht und einen Schatten auf Deine Sendung und Deine Glaubwürdigkeit gelegt. Ein bisschen mehr Würde, bitte.“

„Die Tatsache, dass Du bisher nicht und gegenwärtig nicht damit belästigt werden willst, Deinen Zuschauern zutreffende Informationen zu geben, ist ein unfassbarer Missstand in diesem Land“, heißt es an anderer Stelle in der Anzeige. Flynt setzt fort: „Vielleicht ist es Zeit, sich einen anderen Job zu suchen, da Du Deinen Job nicht ordentlich erledigen kannst und offensichtlich nicht einmal ordentlich erledigen willst.“

Flynt schließt den Brief in typischer Flynt-Manier: „Eine letzte Anmerkung noch: Es gab im vergangenen Wahlkamp im HUSTLER weitaus mehr richtigere Artikel als irgendwo sonst. Das dürfte bereits einiges aussagen oder nicht?“

Die vollständige Anzeige können Sie hier lesen.

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