Koreaner legen langsam ihre Vorurteile gegenüber Sexspielzeug ab

Park Jae-hyuk berichtet für The Korea Times: »Sexshops sollten sich verändern, damit sie ihre Kunden nicht mehr länger demütigen, so Koo Joong-hoe, General Manager von Red Container. Er berät seit zehn Jahren Sexshops und Verkäufer von Sexspielzeug. 

»Sexshops haben sich in der Vergangenheit immer versteckt, weshalb die Branche nicht wachsen konnte«, so der 35-jährige Berater im Interview mit The Korea Times. »Die Menschen fühlen sich beim Besuch eines Sexshops wohler, wenn sie von außen erkennen können, dass auch andere in dem Laden sind.«

Eine wachsende Anzahl koreanischer Unternehmer hat in jüngster Zeit Sexshops gegründet, die den Eindruck von offenen Geschenkläden vermitteln und bei denen die Schwellenangst nicht so groß sein dürfte, den Laden zu betreten. Anfang des Jahres hat Koos Firma auch einen zweistöckigen Red Conainer Sexshop auf der Hauptgeschäftsstraße von Itaewon, Seoul eröffnet.
Mit hellen und breiten Fensterfronten kann der Laden jeden Monat zweistellige Zuwachsraten verkünden. Letzten Monat konnte er 100 Millionen Won (ca. 87.000 Dollar) umsetzen. Diesen Monat werden noch zwei weitere Red Container Filialen in Itaewon und Yeonnam-dong eröffnen.
Um erfolgreich zu sein, muss Koo jedoch die koreanischen Vorurteile gegen seine Branche überwinden. Er hat außerdem mit zahlreichen gesetzlichen Vorgaben zu kämpfen, einschließlich der Zensur gegen die Sexshops, was auch die Veröffentlichung der Geschäftsadresse betrifft.
»Die meisten koreanischen Kunden sind weiterhin zögerlich damit, vor den Augen ihrer Freunde Sexartikel zu kaufen. Stattdessen kaufen sie allein«, so Koo. »Ausländer hingegen fragen detailliert nach der Qualität und Materialien.«
Der Unternehmensvertreter erwartet, dass die Branche in Zukunft weiterwachsen wird, da immer mehr unvoreingenommene Unternehmer sich in das Geschäftsfeld begeben. Er sagt, dass Red Container darauf abzielt, Branchenführer in allen Produktkategorien für Erwachsene zu werden.
»Auch wenn die meisten unserer Kunden 20 bis 40 Jahre alt sind, besuchen unsere Läden auch viele Leute über 60«, so Koo. »Unsere Läden werden überwiegend von Frauen frequentiert, anders als in Japan, die vorwiegend männliche Kunden haben.«
Dank des großen Erfolges plant sein Unternehmen landesweit acht weitere Filialen zu eröffnen, darüber hinaus eine weitere in China.
Laut Angaben von Statista wird der Markt für Sexartikel von 20 Milliarden Dollar Umsatz 2015 auf 29 Milliarden Umsatz 2020 wachsen. Der Umsatz der Branche in Südkorea ist unbekannt, Branchenexperten schätzen ihn aber auf 200 Milliarden Won.«

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