Lehrerin verliert ihren Job, weil sie Pornos gedreht hat

Einer Lehrerin an einer Mädchenschule in Texas ist gekündigt worden. Sie kämpft derzeit darum, ihren Job wiederzubekommen, nachdem Bezirksangestellte herausgefunden hatten, dass sie vor über einem Jahrzehnt in Pornofilmen mitgewirkt hatte.

Resa Woodward, 38, wurde im November untersagt, ihre Arbeit an der Young Women’s STEAM Academy in Dallas fortzusetzen, nachdem Bezirksvertreter einen anonymen Hinweis bekommen hatten, dass sie als Pornodarstellerin gearbeitet hatte. Die Kündigung wurde ausgesprochen, obwohl die auf den Hinweis erfolgte interne Untersuchung ergeben hatte, dass Woodward keine Regeln verletzt hatte, so die Dallas Morning News.

“Ich habe für die Mädchenschule STEAM Academy gearbeitet, bei der es doch um die Stärkung von Frauen geht”, so Woodward gegenüber der Zeitung. “Das Traurige ist doch, dass falls diese Mädchen herausfinden, dass ich für etwas bestraft werde, was ich vor nahezu 20 Jahren gemacht habe und worüber ich keine Kontrolle mehr hatte, etwas aus dem ich mich herausgekämpft habe – was sagt das dann über die sogenannte Stärkung der Frau?”

STEAM ist eine Abkürzung für “Science, Technology, Engineering, Arts and Mathematics” (Wissenschaft, Technologie, Maschinenbau, Kunst und Mathematik).

Woodward, die für weitere Stellungnahmen nicht zu erreichen war, hat der Zeitung gesagt, dass sie zur Pornografie gezwungen worden war und dass ihre “Beteiligung nicht aus ihrem freien Willen geschehen ist”, zu einer Zeit, da sie in finanziellen Schwierigkeiten mit einem älteren Mann zusammenlebte. Sie hat sich irgendwann aus ihrer Situation befreien und ihren Schulabschluss nachmachen können. Später wurde sie Lehrerin für Dallas ISD, einer Organisation, die für etwa 160.000 Schüler vom Kindergartenalter bis zur 12. Klasse zuständig ist.

Dann jedoch bekamen Bezirksvertreter im März einen Hinweis, dass Woodward angeblich unter dem Künstlernamen Robyn Foster Pornofilme gedreht habe. Der Name wurde laut Angaben einer Internetdatenbank für Pornofilme zwischen 2001 und 2004 für insgesamt 16 Filme genutzt, berichtet die Morning News.

Der Tippgeber war den Angaben zufolge besorgt, weil er nicht wollte, dass sein Kind “solchen Dingen ausgesetzt” werde. Er behauptete, Woodward versuche Schüler und Eltern gleichermaßen zu täuschen.

Robyn Harris, Sprecherin für Dallas ISD, hat der Zeitung gegenüber gesagt, dass Woodward seit Dienstag beurlaubt sei. Harris bestätigte dies gegenüber der Morning Post am Mittwoch, lehnte jedoch weitere Stellungnahmen mit dem Hinweis auf Datenschutzvorschriften ab.

“Wir werden keine weiteren Informationen über die beurlaubte Lehrerin machen können”, schrieb Harris in einer E-Mail an The Post.

Woodward hat die Vorwürfe und ihre Pornovergangenheit zunächst abgestritten, dann jedoch ihre ehemalige Arbeit als Pornodarstellerin eingeräumt, sagte die zuständige Direktorin für Berufsvorschriften, Kate Gorman Bauer, der Zeitung.

Woodward, gab gegenüber den Bezirksvertretern an, dass sie 2001 aufgehört habe, in der Branche zu arbeiten und vermutet, dass ein Mann, den sie mal kannte, Rache üben wolle, indem er ihre Arbeitgeber über ihre Vergangenheit informierte.

“Ich habe mich in meinem Leben so weit wie möglich von diesen Dingen entfernt”, erzählte Woodward den Bezirksvertretern und fügte hinzu, dass kein Schüler, Kollege oder Vorgesetzter von ihrer Vergangenheit gewusst hätten.

Bauer hat die Ermittlungen des Bezirks mit dem Ergebnis beendet, dass Woodwards “ehemalige Mitwirkung” an pornografischen Filmen keine Verletzung der Vorschriften darstellte.

Woodwards Arbeit als bekannte Aktivistin für die Libertarian Party von Texas jedoch führte dazu, dass man sie outete, so die Dallas Morning News.

Eine Frau namens “Resa Willis” ist auf der Webseite als Koordinatorin der Mitglieder aufgeführt. Anrufe und Nachrichten an Willis und andere Parteivertreter wurden nicht sofort beantwortet.

Das Foto von Willis auf der Webseite der Partei ist das gleiche, das auf der Facebook-Seite von “Resa Willis” genutzt wird, das neben anderen vorherigen Jobs auch eine Tätigkeit für die STEAM Academy und als Autorin für die Zeitschrift Libertarian Republic aufführt.

Woodward hat der Dallas Morning News gegenüber angegeben, dass sie auf Facebook einen Eintrag über einen betrunkenen Autofahrer veröffentlicht hat, der einen anderen Mann verärgert habe, der behauptete mit der Libertarian Party in einem anderen Staat verbunden zu sein. Dieser Mann habe dann ihre Vergangenheit in den sozialen Medien verbreitet, so Woodward.

Woodward habe sofort Bezirksvertreter über den Eintrag informiert und wurde am 29. November beurlaubt.

“Man hat mir gesagt, dass man mir nun kündigen will, da die Sache an die Öffentlichkeit kam”, sagte sie.

Woodward, die angab, dass sie in den letzten 15 Jahren als Lehrerin gearbeitet habe, wurde in dem Schulbezirk von Dallas 2012 angestellt. Aufzeichnungen des Staates zufolge war sie zuvor im Schulbezirk McKinney beschäftigt. Woodward hat Berufung bei der Texas Education Agency eingelegt, sagte eine Sprecherin der Dallas Morning News. Da die Berufung jedoch nicht ordnungsgemäß ausgefüllt war, wurde bisher keine unabhängige Anhörung angeordnet.

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