Penthouse-Bankrott beschäftigt Gerichte

kelly holland

Der Bankrott der Penthouse Global Media unter der Führung von Kelly Holland ist in eine gerichtliche Auseinandersetzung gemündet. Der Streit dreht sich um die Rechtmäßigkeit von Zinszahlungen auf ein Darlehen an die Penthouse-Gruppe.

Der Penthouse-Anwalt Michael H. Weiss argumentiert in seiner Klageschrift vom 26. Februar: »Der Schuldner Penthouse Global Media, Inc. und seine Partner (zusammen ‚Schuldner‘) weist hiermit die Forderung der Dream Media Corporation (‚DMC‘) vom 4. Januar 2018 über 10.377.517,49 Dollar zurück. (…) Grundlage für die Zurückweisung ist, dass die geforderten Zinsen auf das Darlehen wucherhaft sind und unter kalifornischem Recht dem Schuldner nicht auferlegt werden dürfen. In Kalifornien darf ein Darlehensgeber nicht mehr als 10% Zinsen pro Jahr verlangen. Da keine gültige Ausnahmeregelung erzielt wurde, ist die Forderung des wucherhaften Zins illegal und der Gläubiger nicht berechtigt, Zinsen einzufordern.«

Die gegenwärtige Vorstandsvorsitzende der Penthouse-Gruppe, Kelly Holland, hat mit dem ursprünglichen Darlehensgeber, dem in Illinois ansässigen Unternehmen ExWorks, Zinszahlungen in Höhe von 23% vereinbart. Da in Illinois eine Begrenzung der Zinsen anders als in Kalifornien nicht besteht, dreht sich die alles entscheidende Frage nun darum, in welchem Bundesstaat die Vereinbarung rechtlich geschlossen wurde. ExWorks und DMC vertreten die Ansicht, dass Illinois Rechtsprechung gelte, Penthouse hingegen behauptet, dass die Kreditbedingungen in Kalifornien verhandelt wurden, weshalb kalifornisches Recht gelten müsse. Sollte sich Penthouse-Anwalt Weiss mit seiner Argumentation durchsetzen, dürfte er dem gebeutelten Unternehmen eine erhebliche Summe sparen. Die Schulden der Unternehmensgruppen würden auf 2/5 des von ExWorks und DMC geforderten Betrags sinken. Die Entscheidung, welches Recht im betreffenden Fall gilt, wird vom Insolvenzrichter Martin R. Barash getroffen.

Der vom Gericht eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter David K. Gottlieb ist seit dem 6. März im Amt. Bisher hat sich Gottlieb dazu entschieden, die unglücklich agierende Vorstandsvorsitzende Kelly Holland nicht zu entlassen. Seiner Ansicht nach, seien Holland und ihr Team »extrem kooperativ, angenehm im Umgang und professionell«.

 

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