xHamster veröffentlicht die Zugriffszahlen für Länder, in denen Pornografie verboten ist

LONDON — Das britische Parlament wird sich diese Woche erneut mit der Digital Economy Bill befassen. Es geht dabei um ein neues Gesetz, das der britischen Regierung erlauben würde, zahlreiche Sexangebote gänzlich zu sperren und zahmere Angebote zu Altersüberprüfungen verpflichten.

Das Gesetzesvorhaben, das sich immer stärker konkretisiert, könnte jedoch letztlich an lockerer Handhabung scheitern.

xHamster berichtet, dass es trotz strenger Pornofilter – und oftmals expliziter Sperrung der xHamster-Seite – in vielen Ländern Millionen von Nutzern gelingt, diese Filter zu umgehen.

Die Porno-Stream-Seite hat heute eine Liste von Ländern veröffentlicht, die xHamster gesperrt haben und nennt die aus diesen Ländern entstandenen Zugriffszahlen auf die Seite für das Jahr 2016:

  1. Indien: 655.039.182
  2. Thailand: 125.214.402
  3. Türkei: 95.447.737
  4. Vereinigte Arabische Emirate: 83.401.435
  5. Russland: 73.545.085
  6. China: 60.841.625
  7. Malaysia: 42.257.057
  8. Kasachstan: 11.045.297
  9. Iran: 8.486.277

Das bedeutet nicht, dass Sperrungen grundsätzlich nicht funktionieren, sagte Alex Hawkins, ein Sprecher von xHamster.

Der Traffic aus Russland brach in den ersten drei Monaten nach der Sperrung im April 2015 tatsächlich um 69,6% ein und der Traffic aus Indien um 39,2%, sagte er.

“Trotz größter Anstrengungen der Zensoren finden Nutzer jedoch stets Wege auf xHamster zuzugreifen, indem sie webbasierte Proxys, VPNs und Netzwerke wie Tor verwenden”, sagte Hawkins. “Anders als politische Sperren haben Sperren pornografischer Webseiten offenbar einen gegenteiligen Effekt als gewünscht, da anderweitig unpolitische Bürger in Netzwerke gelenkt werden, die Regierungssperren umgehen.”

Als Großbritannien 2014 Internetprovidern vorschrieb, ein sogenanntes Opt-In vorzunehmen, bei dem Nutzer dem Zugang zu pornographischen Inhalten explizit zustimmen müssen, nahm der Traffic auf xHamster sogar zu, so Hawkins.

Der britische Markt stellt den drittgrößten Anteil an Besuchern von xHamster, fügte Hawkins hinzu.

Währenddessen hat xHamster eine Kampagne für Besucher der Seite aus Großbritannien gestartet, die die Nutzer darum bittet, eine Petition zu unterzeichnen, die die Rücknahme der Investogatory Powers Bill fordert. Es handelt sich dabei um ein weitreichendes Gesetz, das es der Regierung erlaubt, besuchte Seiten zu überwachen. Dieses Gesetz wartet noch auf die königliche Zustimmung.

Die Digital Economy Bill würde pornografische Seiten sperren, die ‚anstößige‘ Inhalte wie Sex in der Öffentlichkeit und Sexspiele mit Urin anbieten und eine verpflichtende Altersüberprüfung einführen, die es Nutzern nicht mehr erlauben würde, entsprechende Seiten anonym anzusehen. Das Gesetz steht nun zur Debatte.

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