Trump sorgt unfreiwillig für explodierende Umsätze bei Sexshop

Fantasy Island Book Store Philadelphia

Als das Anwaltsteam des abgewählten US-Präsidenten Donald J. Trump kürzlich versuchte, den Parkplatz eines Hotels in Philadelphia zu buchen, um eine Pressekonferenz abzuhalten, um das Ergebnis der Wahlen anzufechten, machten die Anwälte einen ziemlich lustigen Fehler, der inzwischen fast schon legendär ist: Sie buchten den Parkplatz eines Gartencenters namens Four Seasons Total Landscaping anstelle des Four Seasons Hotels. Da das Internet mit Scherzkeksen bevölkert ist, erlebten die benachbarten Geschäfte des Gartencenters – darunter ein Sexshop – einen enormen Umsatzanstieg.

Wenn Sie in der US-Stadt Philadelphia neben einem Garten-Center einen kleinen Sexshop betreiben und Ihr Shop »Fantasy Island Adult Book Store« heißt, haben Sie wahrscheinlich nicht viele Chancen, Ihren Umsatz wesentlich zu steigern. In Donald J. Trumps Amerika aber geschehen Dinge, die die Handlung einer sehr seltsamen Satire sein könnten und dem Eigentümer des erwähnten Sexshops massive Bestelleingänge bescherten.

In einer Meldung des Branchenmagazins AVN hieß es, dass sich Bernie D’Angelo, der Besitzer des familiengeführten Fantasy Island Adult Book Store, der in direkter Nachbarschaft des Gartenmarkts Four Seasons Total Landscaping befindet – zu dem plötzlichen Bekanntheitsgrad seines Unternehmens geäußert habe, nachdem die Namen der benachbarten Einzelhändler des Schauplatzes der bizarren Pressekonferenz des Trump-Anwalts Rudy Guiliani weltweit durch die Medien gegangen sind.

D’Angelo versucht, dem internationalen Interesse an seinem Shop, der 1978 von seinen Eltern gegründet wurde, nun händeringend gerecht zu werden. In einem Interview mit dem Ezine Slate sagte er: »Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder auf diese Weise in die Trends gerate. Ich arbeite in dem Shop, seit ich aus der High School raus bin, mal mehr mal weniger. Erst ging ich zurück in die Schule, um Elektriker zu werden, und dann eröffnete ich ein paar andere Geschäfte, Pizzerien und Lebensmittelgeschäfte. Irgendwann bat mich mein Vater, zurück ins Geschäft zu kommen, und seitdem bin ich hier geblieben. Ich bin jetzt 57 Jahre alt.«

Über den Medienrummel vor seinem Laden sagte er: »Ich war da gerade im Shop, und wir wussten nicht, was vor sich ging. Einer unserer Kunden sagte: ‘Da passiert etwas, es sieht irgendwie verrückt aus da draußen. Und ich ging hinaus und wir sahen eine Wagenkolonne ankommen. Und ich dachte sofort, dass die definitiv am falschen Ort sein müssten, denn wir sind ein industrielles Gewerbegebiet. Ich konnte nicht verstehen, warum eine Veranstaltung dieses Kalibers ausgerechnet hier stattfinden sollte, denn es gibt hier eigentlich keinen wirklichen Ort, der für sowas geeignet wäre.«

D’Angelo wusste sofort, dass die Trump-Kampagne den Standort für die Pressekonferenz durcheinander gebracht haben musste. Als jemand, der sein ganzes Leben lang in Philadelphia lebte und arbeitete, war ihm klar, dass die Anwälte rund um den ehemaligen Bürgermeister New Yorks, Rudy Guiliani, wahrscheinlich das Four Seasons Hotel buchen wollten. »Es gab wirklich keinen Grund, warum man sowas hier macht. Das ist schon sehr witzig. Ich selbst habe mal im Four Seasons übernachtet. Ich kenne den Unterschied zwischen den beiden Four Seasons. Das eine ist eine Landschaftsgärtnerei, das andere ein schönes Hotel.«

Während die Pressekonferenz selbst aufgrund des bizarren Auftritts Guilianis weltweit für Schlagzeilen sorgte, bemerkte der Besitzer des Sexshops rasch einen sprunghaften Anstieg des Interesses an seinem Geschäft. Besonders in den sozialen Medien liefen seine Profile mit Kommentaren und Nachrichten über. »Meine Fantasy Island Facebook-Seite ist geradezu explodiert. Da waren über 7.000 Leute, die alles kommentiert haben, was passiert ist. Ich musste mehr Waren bestellen und die Hersteller fragen, ob einige Artikel direkt bei meinen Vertriebspartnern abgeholt werden könnten, und ich musste mit UPS klären, ob wir etwas davon im Schnellverfahren abholen können. Die Leute in der Nachbarschaft haben uns schon lange vergessen, weil wir uns keine größere Werbeaktion leisten konnten. Werbung in diesem Ausmaß wäre für uns unerschwinglich. Das ist nun ein weltweites Ding.«

Der Laden bietet die üblichen Produkte an, die in einem kleinen Sexshop zu erwarten sind: Gleitmittel, Masturbatoren, Vibratoren, Pornomagazine und -videos, Kondome, alle Arten von Strap-ons und BDSM-Spielzeug.

D’Angelo fügte hinzu: »Und wir verkaufen sogar Handdesinfektionsmittel und dergleichen, denn die Zeiten haben sich geändert. Wir folgen den CDC-Richtlinien.«

Wenn Sie an einem vollständigen Interview mit dem Eigentümer interessiert sind, klicken Sie hier. Inzwischen hat D’Angelo einen Merchandise-Bereich eingerichtet, in dem sich Interessierte aus aller Welt mit T-Shirts eindecken können.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here