Sexshop-Kette Peekay insolvent

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Rami Grunbaum berichtet für Seattle Times: »Nachdem Peekay Boutiques, eine Sexshop Kette mit 46 Filialen, länger mit einem Börsengang geliebäugelt hatte, musste das Unternehmen nun Insolvenz anmelden. 

Peekay Boutiques hat allein in Washington State 20 Filialen, viele davon werden in den USA unter dem Label Lovers geführt

Die Sexshop-Kette, die 1982 von Phyliss Heppenstall als Familienunternehmen gegründet wurde, ist seit 2012 im Besitz einer Investitionsgesellschaft. Diese hatte das Unternehmen in der Hoffnung, ein landesweites Franchise-Unternehmen aufzubauen, hoch verschuldet, um mehrere regionale Händler zu übernehmen. Inzwischen gibt es Filialen des Unternehmens unter vier unterschiedlichen Markennamen: Christals, Lovers, ConRev und A Touch of Romance.

Dem Antrag auf Insolvenz beim Konkursgericht in Delaware ist zu entnehmen, dass die Verschuldung des Unternehmens bei seinen privaten Kreditgebern, die ursprünglich bei 38,2 Millionen Dollar lag, durch unbezahlte Zinsen auf nahezu 52 Millionen Dollar angewachsen ist.

Die Eigentümer der zahlreichen Einzelhändler, die übernommen wurden, haben 12,7 Millionen Dollar an Händlerkrediten gewährt, die ebenfalls durch unbezahlte Zinsen auf 19 Millionen Dollar angeschwollen sind.

Peekay hatte für einen 2015 geplanten Börsengang, Dokumente eingereicht, aus denen hervorging, dass das Unternehmen Verluste machte, da die Zinszahlungen für die Kredite höher ausfielen als die erzielten Gewinne aus dem Verkauf von Sextoys, Reizwäsche und anderen Sexartikeln. Der Plan für den Börsengang wurde letztes Jahr aufgegeben und das Unternehmen hat seitdem vergeblich versucht, einen Käufer zu finden, um seine Schulden außerhalb einer Insolvenz neu zu strukturieren. Die letzte Hoffnung hatte sich offenbar letzten Monat zerschlagen, als ein unbekannter Investor sein Kaufinteresse aufgegeben hatte.

Laut den Angaben im Insolvenzantrag haben die größten Gläubiger des Unternehmens 30 Millionen Dollar geboten (als Kredit auf das, was ihnen geschuldet wird), um die Assets des Unternehmens zu kaufen, sollten keine höheren Angebote eingehen.

In einer Erklärung des Krisenmanagers Albert Altro heißt es, das Ziel sei, »den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und so Hunderte von Jobs zu bewahren«. In einer Presseerklärung hat Peekay CEO Lisa Berman bekannt gegeben, dass das Unternehmen außerdem vorhabe »eine aggressive Online-Strategie umzusetzen, um an dem wachsenden Markt mit Kunden, die ihre Sexartikel online kaufen, teilzuhaben.«

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