Staatsanwaltschaft entscheidet sich gegen Klageerhebung gegen Ron Jeremy

Der legendäre Pornostar Ron Jeremy war in den letzten Monaten mehrfach aufgrund von Belästigungsvorwürfen in den Schlagzeilen. Eine der Frauen, die sich öffentlich über das Verhalten Jeremy beschwerten, hatte versucht, Klage gegen den Darsteller einzureichen. Das Klatschportal TMZ weiß jedoch zu berichten, dass diese Klage bereits früh abgewiesen wurde.

Der seit Jahrzehnten erfolgreiche und vielleicht bekannteste männliche Pornostar Ron Jeremy muss sich nicht vor einem Gericht in Washington für sein Verhalten rechtfertigen. Das Promiportal TMZ berichtet, dass die örtlichen Behörden den Fall über eine Radioreporterin, die sich über das Verhalten des Pornostars beschwert hatte, nicht weiter verfolgen wird.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Tacoma City sagte gegenüber TMZ, dass die Vorwürfe durch die Behörden nach eingängiger Prüfung nicht weiterverfolgt werden. Somit muss sich Ron Jeremy nicht vor Gericht für angebliche Grabschereien und unerwünschte Annäherungen verantworten.

Die laut Eigenaussage geschädigte Radioreporterin behauptete, dass die Pornolegende sie ungefragt am Hintern berührt und an ihren Brustwarzen gelutscht habe, nachdem die Radiojournalistin sich einverstanden erklärt hatte, dass der Darsteller sein Autogramm auf den Brüsten der Reporterin schreiben könne. Außerdem soll Jeremy laut Angaben von TMZ versucht haben, die Vagina der Reporterin zu erspüren.

Nach der Befragung von Zeugen und der Sichtung von Videoaufnahmen des Vorfalls haben die Ermittlungsbehörden entschieden, den Fall an die örtliche Staatsanwaltschaft weiterzugeben. Diese jedoch hat den Fall abgewiesen.

Nach Monaten schlechte Schlagzeilen, in denen Jeremy von der Teilnahme von Messen und Branchenereignissen ausgeschlossen wurde und den Aussagen von weiblichen Pornostars über Fehlverhalten und Belästigung des Darstellers ist dies ein erster Lichtblick für den erfahrenen Pornostar. Damit sind jedoch längst nicht alle Vorwürfe vom Tisch. Viele der Anschuldigungen sind verjährt oder schlicht nicht zu beweisen, was jedoch natürlich nichts über den Wahrheitsgehalt der Vorwürfe sagt.

Einstweilen muss der Grundsatz gelten: im Zweifel für den Angeklagten. Da nicht einmal Anklage erhoben wird, handelt es sich wie bei vielen Fällen aus dem Bereich der MeToo-Bewegung letztlich um Aussage gegen Aussage. Die schiere Anzahl der Vorwürfe lassen es jedoch unwahrscheinlich erscheinen, dass Jeremy wirklich unschuldig ist.

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