Trumps Anwalt Michael Cohen droht Stormy Daniels zu verklagen

Donald Trump Stormy Daniels

Nach dem publikumswirksamen Interview von Stormy Daniels bei »60 Minutes« und den im Vorfeld ausgefochtenen rechtlichen Auseinandersetzungen zur Verhinderung der Ausstrahlung des Interviews musste der Pornostar den ersten Rückschlag einstecken beim Bemühen, Donald J. Trump zu zwingen, persönlich vor Gericht oder in der Öffentlichkeit auszusagen.

Stormy Daniels Anwalt Michael Avenatti gibt sich weiter kämpferisch. Er hatte beim Bundesgericht in Los Angeles einen Antrag eingereicht, Präsident Donald J. Trump und seinen Anwalt zwei Stunden lang befragen zu dürfen. Dieser Antrag wurde vom Gericht nun abgelehnt.

Avenatti will jedoch nicht nachgeben. In einem Tweet kündigte er sofort an, dass der Antrag in dem Moment neu gestellt wird, in dem Trump einen Antrag auf Erzwingung des Schiedsverfahrens stellen würde.

Ziel ist es, Trump zu einer gerichtlichen Azssage zu bringen und wahrscheinlich auch die Produktion weiterer Schlagzeilen. Ein amtierender Präsident, der gezwungen wird, über eine angebliche Affäre auszusagen, wäre eine empfindliche Niederlage für den bereits angeschlagenen Präsidenten. Normalerweise genießt ein amtierender Präsident besonderen Schutz vor Zivilklagen, Avenatti aber argumentiert, dass ein Präsident nicht »hinsichtlich seines Verhaltens vor seinem Amtsantritt« geschützt werden kann.

Die von Avenatti eingereichte Klage bezieht sich auf die Geheimhaltungsvereinbarung, die sein Mandant unterzeichnet hat. Stormy Daniels erhielt 130.000 Dollar Schweigegeld, um über ihre angebliche Affäre mit Trump zu schweigen. Ihr Anwalt versucht, den Vertrag für ungültig zu erklären, da Trump den Vertrag nie unterschrieben hat. Unterdessen droht Trumps Anwalt Michael Cohen damit, den Pornostar wegen Verletzung der Vertraulichkeitsvereinbarung zu verklagen.

Und so geht die Geschichte in die nächste Runde.

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