Trumps Anwalt zahlte offenbar Schweigegeld an Pornostar Stormy Daniels

Donald Trump Stormy Daniels

Letzten Freitag gingen Meldungen durch die Medien, dass Trump-Anwalt Michael Cohen, kurz vor der Wahl 2016 eine Schweigegeldzahlung an Pornostar Stormy Daniels organisiert hat. Ein Bericht des Wall Street Journal behauptet, dass die Zahlung vorgenommen wurde, um die Darstellerin davon abzuhalten, öffentlich über ihre sexuellen Erfahrungen mit Trump zu sprechen. 

Während die Schlagzeilen noch immer dominiert sind von der Diskussion darüber, ob Präsident Trump bei einer Sitzung über die geplante  Einwanderungsgesetzgebung das Wort »Shithole« verwendet hat, ist eine andere Nachricht vergleichsweise untergegangen. Letzte Woche hat das Wall Street Journal berichtet, dass ein Anwalt des Präsidenten kurz vor der Wahl 2016 eine Zahlung an die Darstellerin Stephanie Clifford organisiert hat, damit diese nicht öffentlich über ihre Beziehung zu dem damaligen Präsidentschaftskandidaten zu sprechen.

Clifford war unter dem Namen Stormy Daniels ein erfolgreicher Pornostar und verhandelte zu dem Zeitpunkt mit der Nachrichtensendung »Good Morning America« und dem Onlinemagazin Slate darüber, ein Interview zu geben. Offenbar sprach sie mit Slate über ihre Affäre mit Donald Trump, die stattgefunden haben soll, nachdem sich das Paar bei einem Golfturnier 2016 getroffen hatten.

Der Trump-Anwalt Michael D. Cohen organisierte dann eine Zahlung über 130.000 Dollar an Clifford, um sich das Schweigen der Darstellerin zu kaufen. Ein Vertreter von Slate sagte jedoch, dass die Darstellerin auch nach der Vereinbarung noch damit geliebäugelt habe, an die Öffentlichkeit zu gehen, da die Zahlung verspätet war und sie sich Sorgen machte, dass die Vereinbarung nach der Wahl einfach aufgehoben würde. Zu jener Zeit befand sich Trump in einer schwierigen Situation. Zahlreiche Frauen waren mit Missbrauchsvorwürfen gegen Trump an die Öffentlichkeit gegangen. Weitere schlechte Nachrichten konnte der damalige Kandidat auf keinen Fall gebrauchen.

Auch die Verhandlungen zwischen ABCs Frühstücksfernsehsendung Good Morning America und Clifford wurden abgebrochen, nachdem das Geld aus dem Trump-Lager gezahlt worden war.

Cohen streitet die Affäre zwischen Trump und Stormy Daniels vehement ab: »Diese Gerüchte sind seit 2011 immer wieder in den Medien. Präsident Trump bestreitet erneut vehement, dass es zu einer solchen Beziehung zu Ms. Daniels gekommen ist.« Darüber hinaus veröffentlichte Cohen eine von der Darstellerin unterschriebene Erklärung, in der diese behauptet, dass ihre Beziehung zu Trump weder sexuell noch romantisch gewesen sei. Außerdem heißt es: »Gerüchte, dass ich Schweigegeld von Donald Trump erhalten habe, sind vollkommen falsch.«

Dennoch entschied sich das Weiße Haus dazu, den Bericht des WSJ ebenfalls zu kommentieren: »Dies sind alte, wieder aufbereitete Geschichten, die bereits veröffentlicht und vor der Wahl vehement bestritten wurden.«

1 KOMMENTAR

  1. Dass Trump kein Puritaner ist, ist ja schon lange bekannt. Er hat wundervolle, gut erzogene Töchter aber ein Familienmensch war er nie. Eher ein Bock. Wundert mich daher null.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT