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USASexGuide zurück nach SESTA-Shutdown

usa sex guide ist zurück

Eine der vielen Seiten, die schließen mussten, nachdem Präsident Donald J.ö Trump die neuen SESTA/FOSTA-Gesetze unterschrieben hat, versucht sich an einem Comeback. Wie bereits erwartet, hat der Anbieter lediglich seine Server und den Domainnamen gewechselt. Es dürften noch viele Unternehmen diesem Weg folgen.

USASexGuide hat einen nach Städten sortierten Katalog geführt, der über Bordelle, Massagestudios und Escortservices Auskunft gab und Benutzern die Möglichkeit bot, die erhaltenen Dienstleistungen zu bewerten. Unter den neuen Gesetzen können Webseitenbetreiber in den USA für jedwede Verstöße gegen Gesetze gegen Menschenhandel mit Prostitutionshintergrund haftbar gemacht werden.

Daher haben viele Seitenbetreiber eine Notbremse gezogen und ihre Angebote präventiv vorläufig eingestellt. Nun aber wagt sich eines der betroffenen Unternehmen wieder an die Öffentlichkeit. Unter der Domain USASexGuide.nl ist das ehemalige Angebot USASexGuide.info wieder verfügbar.

An der Oberfläche sollen die neuen SESTA/FOSTA-Gesetze lediglich gegen Menschenhandel mit Prostitutionshintergrund vorgehen. Da aber Prostitution in den USA grundsätzlich verboten ist, ermöglichte das neue Gesetz den Behörden ein nahezu willkürliches Vorgehen gegen jeden Webseitenbetreiber, dem vorgeworfen werden konnte, Beihilfe zur Prostitution zu leisten. Im Grunde waren das also alle Webseiten, über die sich Benutzer untereinander austauschen und Kontakte im realen Leben anbahnen konnten.

Im Fall von Backpage.com, einer Anzeigenseite für Kontaktanzeigen, wurde klar, dass die Behörden diese neuen Möglichkeiten ausschöpfen werden. Daher haben sich viele Webseitenbetreiber entschieden, Teile ihres Angebots oder gleich ganze Webseiten vorerst stillzulegen.

USASexGuide wurde von 503.000 Nutzern frequentiert. Mehr als 3,3 Millionen Bewertungen und Besprechungen zu über 18.000 Themen wurden auf der Webseite veröffentlicht.

Die neue Webseite mit dem holländischen Domainnamen bietet immer noch Diskussionsforen und Besprechungen zu Prostituierten, illegalen Bordellen, Escort-Angeboten, Massagestudios, Stripclubs und allen möglichen Sexdienstleistungen von Sexarbeitern aus den gesamten USA.

Die Betreiber haben ein Statement zum Relaunch des Angebots veröffentlicht: »Zunächst einmal, vielen Dank, dass ihr auf uns gewartet habt. Wir haben euch alle vermisst. Ihr habt die neue Domain-Endung bemerkt. Der Name ist nach wie vor gleich geblieben, aber die Server und die Domain befinden sich nun in Holland, wo es vollkommen legal ist, Mösen zu kaufen, und die Holländer haben grundsätzlich eher eine »Fuck off«-Einstellung zu diesen Themen. Die Seite ist ebenfalls mehr oder weniger wie zuvor. Wir haben ein paar Upgrades vorgenommen, und sie gehört nun einem Bulgaren … aber die Seite selbst ist und bleibt, wie sie ist.«

Sollten weitere Unternehmen dem Beispiel von USASexGuide folgen und nach Europa oder in andere Teile der Welt emigrieren, in denen Prostitution legal ist, dürften die notdürftig verschleierte Taktik der USA, die Moralvorstellungen der Trump-Wählerschaft durchzusetzen, weitestgehend ins Leere laufen. Das älteste Gewerbe der Welt hat schon ganz andere Hürden überwunden und wird auch einen Trump überstehen.

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