Vom britischen Parlament wurde 24.000 Mal versucht, auf Pornoseiten zuzugreifen

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Das britische Parlament berichtet, dass seit der letzten Wahl 24.000 Versuche unternommen wurden, von IP-Adressen des Parlaments aus auf Pornoseiten zuzugreifen. Zwischen Juni und Oktober gab es 160 Anfragen pro Tag von Computern, die von Parlamentsabgeordneten, Peers wie auch von ihren Mitarbeitern genutzt werden. Insgesamt aber sind die Zahlen rückläufig.

»London Calling …« Die politische Kaste Großbritanniens stolpert von einem Problem ins nächste. Nach dem schockierenden Brexit-Ergebnis, den katastrophalen ersten Monaten der Regierung von Theresa May, mehreren Sexskandalen, die Mitglieder des britischen Parlaments betreffen wird das politische Leben in London erneut aufgerüttelt. Das Parlament berichtet, dass 24.000 Versuche unternommen wurden, von Rechnern des Parlaments aus, auf pornografische Inhalte zuzugreifen. Solche Versuche werden eigentlich zuverlässig geblockt, weshalb die Anzahl der Versuche nicht sonderlich intelligent scheint. Allerdings sind viele dieser versuchten Aufrufe auch als unbeabsichtigt einzustufen, so das Parlament.

Westminster befand sich noch immer in Krisenstimmung nach dem Sturz eines der mächtigsten britischen Politiker im Zuge der #MeToo-Enthüllungen. Theresa Mays de facto Vertreter, Damian Green, musste aus seinem Amt ausscheiden. Er wurde aufgrund von irreführenden Äußerungen in Bezug auf Vorwürfe, die Polizei habe 2008 auf seinem Bürorechner pornografische Inhalte gefunden, von May entlassen.

Der neue Skandal, der für May sicher zur Unzeit kommt, ist durch eine Anfrage der Press Association ins Rollen gekommen. Beide Häuser sind Ursprung für die über 24.000 Versuche, pornografische Webseiten aufzurufen.

Diese Zahlen wirken auf den ersten Blick schockierend, allerdings zeigen die Daten einen drastischen Rückgang dieser Art von Rechneranfragen. Der Guardian berichtet, dass »2016 das parlamentarische Filtersystem 113.208 Versuche blockiert habe, was bereits ein Rückgang von 213.020 im Vergleich zum Vorjahr war.«

Ein Sprecher des Parlaments kommentiert: »Alle pornografischen Webseiten werden vom Computernetzwerk des Parlaments geblockt. Der größte Teil dieser Aufrufsversuche war nicht absichtlich. Die Daten zeigen lediglich Anfrageversuche an und belegen keinerlei Besuche der betreffenden Webseiten. Es gibt 8.500 Computer im parlamentarischen Netzwerk, die von MPs, Peers und ihren Mitarbeitern in beiden Häusern genutzt werden. Die Daten schließen auch private Geräte mit ein, die im parlamentarischen Wifi miteingeloggt waren.«

Eine weitere Anfrage der Press Association zeigte, dass in den ersten 10 Monaten 2017 nahezu 3 Millionen Versuche unternommen wurden, gesperrte Inhalte jedweder Art im parlamentarischen Netzwerk aufzurufen.

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