Sexshop sagt seinen Kunden: Fickt euch!

fick dich!

Witzige Werbespots sind meist das Mittel der Wahl des Erotikhandels, um Jugendschutz und Zensur im Mainstream zu begegnen. Der US-Händler Bite of Sin produziert seit ein paar Monaten kurze, clevere Spots, die es in sich haben.

Der seit 20 Jahren aktive Onlinehändler Bite of Sin hat eine freche Werbekampagne entworfen, die es dem Unternehmen ermöglicht, auch in den prüden USA trotz zahlreicher Zensurbeschränkungen und Jugendschutz mit viel Witz für den Onlineshop zu werben.

Nicole Baumgartner ist zuständig für die PR bei Bite of Sin und erzählt im Interview, welche Idee das Unternehmen mit den Videos für die Kampagne verknüpft: »Wir stehen immer schon für Diskretion und wir wollen natürlich niemanden beleidigen. Gleichzeitig aber möchten wir unsere Botschaft an die Menschen tragen und, das erfordert manchmal, ein paar Risiken einzugehen. Das heißt aber keineswegs, dass wir das verraten würden, wofür wir als Unternehmen stehen.«

Aus Sicht von Baumgartner sollte ein gutes Sexleben niemals Tabuthema sein, weil dieser Bereich nun mal essenzielle Bedeutung für unser emotionales Wohlbefinden hat. »Die Idee hinter der Kampagne ist neben der Bewerbung unseres Geschäfts, dass es unmöglich ist, es allen recht zu machen, und das wollen wir auch gar nicht. Wenn die Videos jemanden beleidigen, dann ist das kein Problem, weil sie dann vermutlich eh nicht zu unserer Zielgruppe gehören.«

Die etwas defensive Begründung Baumgartners hängt insbesondere mit einem der Spots aus der Kampagne zusammen, in der ein sehr freundlicher Verkäufer seine Kunden scheinbar beleidigt.

»Fick Dich!« Kann man halt nur in der Sexbranche freundlich sagen und freundlich meinen. Doch auch in anderen kurzen Szenen spielt Bite of Sin mit der Doppeldeutigkeit der Sprache, um den Zensoren ein Schnippchen zu schlagen und sich in die Erinnerung potenzieller Kunden zu brennen.

In dem folgenden Video spielt ein Man auf dem Bett Gitarre. Oder nicht?

Um den bekanntermaßen recht prüde agierenden Konzern Apple eins auszuwischen und zugleich den Apfel als Ursymbol der Sünde für die Welt der Erotik zurückzuerobern wurde dieser kurze, vergnügliche Spot entwickelt:

Doch nicht nur Obst, auch Gemüse eignet sich, wie wir alle wissen, für hervorragende Doppeldeutigkeiten. Bite of Sin richtet sich mit diesem Spot an die hippe, vegan lebende Kundschaft.

Dass Sextoys nicht nur Paaren beim gemeinsamen Spiel das Erlebnis verschönern oder aufregender machen können, sondern auch klar eine Hilfe für Menschen sind, die aus unterschiedlichen Gründen auf Masturbation angewiesen sind, macht dieser charmante Spot deutlich, der sich auf humorvolle Weise dem vielen Männern unangenehmen Thema »Premature Ejaculation« nähert:

Doch auch Paare spricht das Unternehmen an und zeigt in einem seiner Spots ein Pärchen, das aus lauter Langeweile im Bett eher kindische Spiele beginnt:

Ob die Kampagne zündet, lässt sich schwer sagen. Die Clips auf Youtube werden eher selten aufgerufen. Dennoch lässt sich vielleicht die ein oder andere Anregung finden, um auf witzige Weise das eigene Marketing aufzupeppen?

Weitere Informationen zu Bite of Sin finden Sie hier.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here