Der Traffic auf VR-Seiten bricht alle Rekorde, obwohl nur ein Bruchteil der Besucher VR-Headsets hat

Gear VR

Jonathan Leack schreibt für Game Revolution: »VR für Endkunden birgt unglaubliche neue Potentiale. Spielentwickler sind derzeit stark beschäftigt, neue Grenzen der Technologie auszuloten. Schließlich wächst die Kundschaft monatlich um mehrere zigtausend Personen an, da Hardware wie Oculus Rift, Samsung Gear VR und HTC Vive immer mehr Abnehmer finden. Und somit begeben sich immer mehr Unternehmen im Unterhaltungsbereich in das Abenteuer Virtual Reality. Diese Unternehmen sehen in den Headsets weitaus mehr als nur Spielgeräte. 

Diese Woche hatte ich Gelegenheit, mit Daniel Peterson, dem CEO von VRPorn.com zu sprechen. Als Top-Sexseite für VR-Inhalte im Internet verzeichnet seine Webseite Millionen von Unique Visitors monatlich, und die Beliebtheit der Seite wächst nahezu stündlich.
Während unseres Gesprächs haben wir über die Lage und Zukunft der VR-Branche gesprochen und dabei auch über die Rolle, die Erwachsenenunterhaltung beim Erfolg und bei der Fortentwicklung der Technologie spielt, reden können. 

GameRevolution: Wann haben Sie den Plan gefasst, eine Webseite für VR-Pornos zu entwickeln?

Daniel Peterson: Ich konnte bereits 2013 einen Prototyp von Oculus Rift ausprobieren und sehen, dass die Technologie viel weiter war, als die meisten Menschen auch nur auf dem Radar hatten. Kurz danach habe ich mir den Domainnamen VRPorn.com gesichert, da ich dachte, dass es ein wertvoller Ausgangspunkt sein könnte, sobald VR an Fahrt gewinnen würde. Die Seite nahm ihren Anfang als Fanblog von Virtual Reality und hat sich von dort aus weiterentwickelt.

GR: Waren Sie optimistisch, über die Möglichkeiten der Branche, als Sie angefangen haben?

Daniel: Ich war immer optimistisch über die Zukunft von VR insgesamt. Ich habe wirklich geglaubt, dass es ein wesentlicher, neuer Techniktrend werden würde, so wie Smartphones oder das Internet. Mein Vertraue in VR-Pornos war eine naheliegende Erweiterung dieser Überzeugung. Ich wusste, dass die Menschen eines Tages nach VR-Pornos suchen würden.

R: Einige »Early Adopters« zeigen sich enttäuscht über die visuelle Qualität von an Endkunden gerichtete Headsets. Sehen Sie das als Hindernis für den Erfolg der Branche?

Daniel: Es stimmt schon, dass es noch viel Raum für Verbesserungen gibt. Der Punkt ist, dass wir bereits in der Matrix sind, dass VR bereits möglich ist. Wir befinden uns an einem sehr frühen Zeitpunkt, und die Technologie wird sich exponentiell verbessern. Es ist als hätte man bei Ataris Pong daruaf geschlossen, dass Videospiele immer auf diesem Niveau bleiben würden. Inzwischen aber gibt es fotorealistische 3D-Welten mit Millionen von miteinander agierenden Spielern.

GR: Oculus Rift hat kürzlich seine Preis auf 399 Dollar gesenkt. Haben Sie da einen großen Anstieg beim Traffic beobachten können?

Daniel: Alles, was das Interesse an VR vergrößert, führt auch zu höherem Traffic bei uns. Wann immer eine neue Werbekampagne für VR von einer der großen Tech-Firmen startet, scherzen wir, dass die auch für VRPorn.com Werbung machen. Derzeit haben wir Rekordzahlen.

GR: Wie unterscheidet sich die Aktivität zwischen den unterschiedlichen VR-Headsets? Ist eine davon häufiger unter euren Usern vertreten? 

Daniel: Die beliebtesten VR-Headsets basieren auf Smartphones, das liegt zu einem Großteil daran, dass sie günstig und weit verbreitet sind. Das Samsung Gear VR und Google Cardboard sorgen für den Großteil der Downloads auf unserer Seite. Wenn es aber um Spiele geht, wird das von den qualitativ besseren VR-Headsets dominiert, also Oculus Rift und Vive.

GR: Halten Sie Pornografie für einen bedeutenden Motor für die Umsätze von VR-Headsets?

Daniel: Millionen von Menschen begeben sich gerade in die Welt der VR, und einer der Hauptgründe ist, dass sie VR-Pornos ausprobieren möchten, von denen sie schon so viel gehört haben. Der Großteil der Leute, die unsere Seite besuchen, verfügen nicht mal über ein VR-Headset. Pornografie war schon oft ein wesentlicher Faktor bei der Durchsetzung neuer Technologien. Denken Sie an VHS, schnelles Internet u.s.w. Und mit Virtual Reality wird es genauso sein.

GR: Was mögen Sie an Ihrem Job am liebsten?

Daniel: Was ich an meinem Job am liebsten mag, ist dass ich ein bedeutendes VR-Unternehmen leite. Oculus.com ist bei Alexa die größte VR-Seite. Auf Platz 2 folgt VRPorn.com. Ich habe VR schon immer geliebt, aber ich habe es lange für Sci-Fi gehalten. Wenn Sie mir vor ein paar Jahren gesagt hätten, dass ich diesen Job haben würde, hätte ich Ihnen das nicht geglaubt. Es ist eine Demut lehrende Erfahrung, mit einem Team zusammenzuarbeiten, das sich vollkommen auf das Ziel konzentriert, ein Millionen von Menschen umfassendes Publikum zu bedienen. Das bedeutet viel Verantwortung und harte Arbeit, aber es ist auch eine Gelegenheit, für die ich unfassbar dankbar bin und von der ich hoffe, das sich sie niemals als selbstverständlich wahrnehme.«

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