BlackPayback provoziert weiter: Szene mit Leigh Raven veröffentlicht

black payback

Der umstrittene Anbieter von rassistisch aufgeladener Gonzo-Pornografie hat sich dazu entschieden, den Vorfall mit der Darstellerin Leigh Raven nicht auf sich beruhen zu lassen. Die fragliche Szene wurde auf BlackPayback mit provozierenden Kommentaren beworben und veröffentlicht.

Die Performerin Leigh Raven hatte letztes Jahr nach Dreharbeiten für BlackPayback ein YouTube-Video veröffentlicht, in dem sie schwere Anschuldigungen gegen den Regisseur und auch gegen den männlichen Darsteller der Szene erhoben hatte. (Das YouTube-Video wurde zwischenzeitlich gelöscht.) Die Regie für das aus dem Umfeld der umstrittenen Webseiten Facialabuse und GhettoGaggers stammende neue Angebot BlackPayback führte der auch auf Twitter aktive Regisseur Just Dave. Auf die Anschuldigungen reagierte er mit der Veröffentlichung von Behind-the-Scenes-Material von den Dreharbeiten, die keinerlei Anzeichen von Missbrauch oder einem unprofessionellen Set zeigten. Auch der männliche Partner in der Szene bestritt öffentlich, dass es bei der Situation am Set Anzeichen für eine Überforderung der Darstellerin gegeben habe.

Da die Szenen bei BlackPayback aber nun mal ausnehmend brutal sind und die Darstellerinnen wie auch bei den Schwesterseiten Facialabuse und Ghettogaggers reale Schmerzen zugefügt werden und dabei oftmals mit den psychischen Auswirkungen auf die sich selbst spielenden Darstellerinnen gespielt wird, ist es nicht leicht zu beurteilen, inwiefern Darsteller nicht mehr vorhandenes Einvernehmen noch deutlich machen können. Ein Grundproblem, dessen sich die Verantwortlichen der Seite offenbar weiterhin nicht stellen wollen.

Nichts gelernt? Oder auf Krawall und Provokation aus?

Denkbar unsensibel wurde nun die Veröffentlichung der Szene mit höhnischen Kommentaren versehen. Darin wird Leigh Raven der Lüge bezichtigt und den Anschuldigungen mit Hohn begegnet. Diese passen zwar zum satirisch-misogynen Ton der Seite und könnten als Teil der Fiktion gedeutet werden. Dennoch dürften die Macher damit wohl eher Öl ins Feuer gießen als den nur gerade so überstandenen Shitstorm hinter sich zu lassen.

Die Angebote des Webseiten-Netzwerks DukeDollars navigieren seit über einem Jahrzehnt einen rechtlich wohl einwandfreien, ethisch aber fragwürdigen Kurs. Ob die zusätzliche Provokation eine so kluge Taktik ist, dürfte auch bei wohlmeinendster Auslegung von Meinungsfreiheit, sexueller Freiheit und freier Kink-Pornografie eher bezweifelt werden. In einer Zeit, in der die Freiheiten für Pornografie weltweit immer stärker angegriffen werden, scheinen die Produktionen aus dem Umfeld von DukeDollars jedenfalls mit dem Feuer zu spielen.

 

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