Pornhub jetzt auch im Darknet: Tor Browser Version umgeht Zensur

pornhub auf tor onion

Das Pornoportal Pornhub will auch in Ländern verfügbar bleiben, in denen pornografische Inhalte und die Webseite des Unternehmens zensiert werden. Dazu hat sich die Tubeseite eine Darknet-Adresse zugelegt und kann ab sofort auch über den Tor Browser weitestgehend anonym aufgerufen werden.

Während in manchen Ländern Pornografie schon immer verboten war und manche mit Filtern und Netzblockaden verstärkt gegen Onlinepornografie vorgehen, ist auch in westlichen Ländern seit einigen Jahren eine Zensurbewegung entstanden. Die Zeit, in denen Pornoanbieter und Streamer relativ ruhig ihren Geschäften nachgehen konnten, scheint vorbei. Und in den USA, Neuseeland, Großbritannien und zahlreichen europäischen Staaten könnte der Wind bald harscher werden.

Mit dem Hinweis auf die Verfolgung von LGBTQ-Menschen hat sich Pornhub nun dazu entschieden, sein Angebot auch über das sogenannte Darknet anzubieten. Der Zugang zum Darknet ist über einen speziellen Browser möglich, der populärste nennt sich Tor und soll in der neusten Version des Browsers Firefox vorinstalliert sein. Damit ist ein Surfen in relativer Anonymität und auch das Anbieten von Inhalten und Waren in relativer Anonymität möglich. Zensurblockaden können selbst in Ländern wie China und Russland mithilfe des Darknets umgangen werden.

Das gesamte Pornhub-Angebot wird somit also auf einer Tor-Seite gespiegelt. Tor funktioniert für den Nutzer nahezu wie sonstige Browser auch, wenngleich die Geschwindigkeit häufig extrem langsamer ist als bei normalen Browsern. Das liegt daran, dass der Traffic über mehrere IPs umgelenkt wird, um den eigentlichen Aufrufer der Webseite für die aufgerufene Seite und etwaige Mitlauscher zu verschleiern.

Pornhub VP Corey Price sagt dazu: »Wir hier bei Pornhub sind uns um die Bedeutung von Datenschutz bewusst und arbeiten daran, die Privatsphäre unserer Nutzer sicherzustellen. (…) In den letzten Jahren haben Unternehmen wie Facebook, die New York Times und die BBC Tor-Mirror-Seiten geschaffen, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Internetverbindungen weniger zurückverfolgbar zu machen. Wir wollen diesem Beispiel folgen und haben eine eigene Tor-Seite für Pornhub-Nutzer geschaffen. Das wird Nutzern helfen, ihren Besuch bei uns anonym, privat und sicher zu machen.«

Der Tor Browser wird derzeit von einer gemeinnützigen Gruppe mit Geldern der National Science Foundation weiterentwickelt. Die den Traffic anonymisierenden Knotenpunkte, sogenannte Nodes, werden ebenfalls von Freiwilligen in aller Welt betrieben.

Dies ist die Pornhub-Tor-Adresse: http://pornhubthbh7ap3u.onion/.

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